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Здравствуйте!

 

Während sich die Kollegen in Frankfurt an angenehmen Frühlingstemperaturen erfreuen, ziehe ich weiterhin meine Winterjacke an – denn ich befinde ich in St. Petersburg im nordwestlichen Russland. Für 9 Wochen arbeite ich in der Aviationmarketing-Abteilung von Northern Capital Gateway, LLC, an der die Fraport AG beteiligt ist und die den Flughafen Pulkovo bei Russlands zweitgrößter Stadt betreibt.

 

St. Petersburg liegt auf demselben Breitengrad wie Oslo und Stockholm oder der Südspitze Grönlands, weswegen der Winter hier tatsächlich länger dauert. Die Tage sind dafür schon etwas länger als in Deutschland und die Sonne geht abends erst gegen 21 Uhr unter. Im Juni, wenn die Tage am längsten sind, wird es nachts sogar dauerhaft hell bleiben – St. Petersburgs berühmte „weiße Nächte“.

 

Die Stadt hat nach meinen ersten Eindrücken wirklich etwas zu bieten. Meine Wohnung, die ich mir mit einem anderen Trainee teile, befindet sich in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Dieses liegt mitten im Stadtzentrum von St. Petersburg, nur wenige Gehminuten von den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten entfernt. So haben wir es bereits zum Winterpalast geschafft, der mit der Eremitage ein Kunstmuseum von Weltrang beherbergt.

 

Blick über den Schlossplatz vor dem Winterpalast

 

Skulpturensammlung in der Eremitage

 

Ich war zunächst etwas skeptisch, ob man sich im alltäglichen Leben mit den Russen verständigen würde können. Vor ein paar Jahren habe ich Moskau besucht und dort gab es wirklich sehr wenige Menschen, die Englisch sprechen konnten (von Deutsch ganz zu schweigen!), so dass manchmal selbst das Essenbestellen in einem Restaurant schwierig wurde. Mein Russisch steckt auch noch in den Kinderschuhen. Jedoch waren die Sorgen völlig unnötig. Wirklich fast jeder Russe jüngeren Alters (unter 30) kann sich auf Englisch verständigen. Es ist sogar so, dass man öfter angesprochen wird, wenn die St. Petersburger mitbekommen, dass man sich auf Deutsch unterhält. Die Kolleginnen und Kollegen am Flughafen sind da keine Ausnahme – die Kommunikation klappt ohne Probleme smile

 

Northern Capital Gateway hat vor kurzem ein neues Gebäude direkt am ebenfalls neuen Terminal Pulkovo 1 bezogen. Mein Büro ist dementsprechend modern bietet eigentlich alles, was man so zu Arbeiten braucht. Auch die Aussicht ist gut, es sei denn es gibt mal spontan einen kleinen Schneesturm!

 

Sicht aus meinem Büro

 

Da das Gebäude noch neu ist, wurde erst letzte Woche die Kantine eröffnet. Die ist gut, hat Preise, die nur leicht über den Fraport-Kantinen liegen (fast eine Sensation für das wirklich hohe Preisniveau in St. Petersburg!). Und das Gute: Es gibt leckere russische Küche, die täglich wechselt. Häufig kann man hier also ein Borschtsch mit Schmand bekommen.

Bevor die Kantine eröffnet wurde, ging mein Weg in der Mittagspause in das Terminal, wo genau 4 Möglichkeiten zu Mittagessen bestehen: McDonalds, Irish Pub, Starbucks und eine Pizzeria. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, dass einem das nach 3 Wochen doch etwas zum Hals raushängt...

 

Blick auf das neue Terminal Pulkovo 1

 

Die Arbeit an sich ist spannend. Die Abteilung Aviationmarketing hat die Aufgabe, Airlines zu betreuen und mehr Passagiere an den Flughafen zu holen. Ich beschäftige mich in meinem Projekt mit den Transferpassagieren, d. h. denjenigen Passagieren, die am Pulkovo Airport umsteigen. Der Anteil der Transferpassagiere am Gesamtaufkommen ist, z. B. im Vergleich zu Frankfurt, noch sehr gering und lag letztes Jahr bei ca. 4%. Meine Aufgabe ist es, diese Passagiergruppe zu vergrößern. Dazu analysiere ich die Märkte, die potenziell über St. Petersburg verbunden werden können, die Situation der Wettbewerber (andere Drehkreuze wie Moskau oder Helsinki), die Airlines der Region und die Flugpläne und Infrastruktur von Pulkovo selbst. Ausgehend von der Analyse leite ich mögliche Maßnahmen ab, um das Transferaufkommen mittel- und langfristig zu steigern. Die Abteilung gibt mir bisher viele Freiheiten und ich kann selbst entscheiden, welche Methoden und Datenquellen ich zur Bearbeitung benutze. Top!

 

Das war der erste Bericht nach 3 Wochen St. Petersburg. Ich melde mich wieder, wenn die Temperaturen etwas gestiegen sind smile

 

До свидания!

  


 

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