<< Gastbeitrag: Lima Abschluss des Trainee-Jahres >>



 

 

Seit dem 1. Oktober 2014 bin ich nun offiziell kein Trainee mehr. Die 12 Monate vergingen wirklich sehr schnell... Doch der Reihe nach!

Die Zeit in Russland war ohne Zweifel ein Highlight des ersten Jahres bei Fraport. Nicht nur konnte ich erfolgreich mein zweites Projekt zu Ende bringen, sondern ich lernte auch Russland in einem Umfang kennen, den man bei einer kurzen Besichtigungstour durch St. Petersburg nicht bekommt. So flog ich zum „Tag des Sieges“ am 9. Mai kurzerhand nach Moskau, um dort Bekannte zu besuchen und konnte so auch die russische Hauptstadt sehen. St. Petersburg wird oft als „europäischer“ im Vergleich zu Moskau bezeichnet. In der Tat sieht die Stadt eher wie westeuropäische Residenzstädte aus. Moskau nennen die Russen fast schon liebevoll ein „Dorf“, weil es nach und nach gewachsen ist. Es fühlt sich auch ein wenig so an – geplante Prachtstraßen gibt es dort nicht. Natürlich ist die Stadt inzwischen über alle Maßen gewachsen und hat nichts mehr mit einer Kleinstadt zu tun.

Im Mai ging es dann wieder zurück nach Frankfurt. Zu dieser Zeit sind die Tage in St. Petersburg bereits sehr lang und die Nächte dementsprechend kurz. Die Zeit der „Weißen Nächte“ beginnt, in denen St. Petersburg auch nachts nicht zur Ruhe kommt. In dem Bild unten seht ihr den Newski Prospekt bei Nacht – es wird gar nicht richtig dunkel.

Im Anschluss an den Auslandsaufenthalt stand als nächste Station des Trainee-Jahres für mich der Vertrieb auf dem Programm. Die Vertriebsabteilung bei Fraport ist einer der wichtigsten Kunden für die Marktforschung und somit auch für mich. Die Zusammenarbeit beinhaltet dabei Marktanalysen, um darzulegen, mit welchen Märkten Frankfurt bereits verbunden ist, wo noch Lücken sind und welches Potenzial dort besteht. Der Vertrieb wiederum nutzt diese Informationen, um an Airlines heranzutreten und gemeinsam mit diesen Situationen zu identifizieren, in denen eine neue Strecke ab FRA für beide Seiten von Vorteil wäre. Hier seht ihr einen Ausschnitt aus einer solchen Analyse:

Ich half also durch Routensimulationen und Marktanalysen beim Tagesgeschäft und konnte auch bei Treffen mit Airlinevertretern dabei sein. Ein großes Projekt hatte ich natürlich auch, in dem ich mich mit bestimmten Zukunftsmärkten für FRA befasste. Leider ist das noch unter Verschluss und ich kann nicht mehr darüber berichten. Aber auch bei diesem Projekt galt: Ich konnte selbständig arbeiten und war frei in meiner Quellennutzung und Gestaltung. Selbstverständlich habe ich aber jederzeit Feedback und Antworten auf Fragen bekommen. Während des Sommers beim Vertrieb habe ich das Team dort gut kennengelernt und ich bin mir sicher, dass beide Seiten von den geknüpften Kontakten in der Zukunft weiterhin profitieren werden. Die Abläufe klappen einfach viel besser, wenn man sofort weiß, wen man bei welchen Anfragen ansprechen kann.

Was gab es für die Trainees noch an Highlights diesen Sommer? Mit Sicherheit unser mehrtägiges Teambuilding. Um zu erfahren, wie die Arbeit in einem Team (inklusive mehreren Unterteams) funktioniert, welche Herausforderungen sich dabei ergeben und wie man diese löst, gingen wir gemeinsam an ein umfangreiches Projekt in Wiesbaden heran: in einem Kindergarten renovierten wir den alten Kreativraum und erstellten ein neues Konzept mit vielen Bastelutensilien und jeder Menge Werkzeug, welches von Fraport gesponsert wurde. Drei anstrengende Tage mit viel Organisationsaufwand und relativ wenig Schlaf lohnten sich am Ende total. Die Freude der Kinder bei der feierlichen Übergabe war unglaublich! Ich zitiere einen Kleinen mal wörtlich: „Heute ist der beste Tag der Welt!“. Oder so. Auf dem Foto kann man die Freude erkennen, denke ich.

Daneben unternahmen wir als Trainees in der Gruppe noch weitere „kleinere“ Aktivitäten wie z. B. ein Löschtraining bei der Feuerwehr. Auch gehörte eine Hospitation bei einer Führungskraft der Fraport AG zum Traineejahr. In meinem Fall konnte ich unseren Vorstandsvorsitzenden Dr. Stefan Schulte bei mehreren Terminen begleiten und in kleinster Runde mit ihm über Themen wie etwa die Zukunft des Unternehmens diskutieren. Die gewonnenen Einblicke, die man beim Blick hinter die Kulissen des Top-Level-Managements erhält sind sicherlich Gold wert. Gerade solche Gelegenheiten waren ein Grund dafür, warum ich mich für das Traineeprogramm bei Fraport entschieden habe.

Wie eingangs erwähnt vergingen die 12 Monate von Oktober 2013 bis Oktober 2014 für mich fast wie im Flug. Ich hoffe, dass nun nicht eine „langweilige“ Routine einkehrt. Zwar fallen die Trainee-Aktivitäten nun weg, allerdings bleiben wir untereinander weiter in Kontakt. Das geknüpfte Netzwerk hilft bei Fragen und Aufgaben, für die Fachwissen anderer Unternehmensbereiche benötigt wird und ist so sehr nützlich. Fachlich blicke ich ebenfalls positiv in die Zukunft, da die bisherige Vielfalt in meinen Aufgaben immer noch bestehen bleibt. Analyse, Prognose, Berichterstattung sowie Marktbeobachtung und –einschätzung stellen ein breites Aufgabenspektrum dar, das fordert und beinahe täglich neue Erkenntnisse entstehen lässt. So kann es weitergehen!


 

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