<< April, April… Wieder den Flughafenboden unter den Füßen! >>



 

 

Willkommen zum dritten Teil meines Blogs und somit gleichzeitig zur zweiten Phase des Traineejahres, respektive der ersten Orientierungsphase! Verwirrt? Nicht mehr lange...

 

Nach der dreitägigen Auftaktphase (-> 2. Blogeintrag) wurden unsere nächsten drei Wochen dazu verwendet, Licht in das Dunkel der schwer greifbaren, unternehmensinternen "3-Letter-Codes" zu schaffen, indem wir als Traineegruppe die Gelegenheit bekamen, alle Bereiche zu besuchen und vor Ort kennenzulernen. Seitens der Organisation wollte man eine Balance schaffen, die einerseits allen Bereichen ausreichend die Möglichkeit geben sollte, sich uns vorstellen zu können, andererseits aber sollte die Menge der zu sammelnden (und somit zu verarbeitetenden) Eindrücke nicht an die Kapazitäten eines Airbus A380 erinnern. In diesem Sinne wurde die Orientierungsphase in zwei Abschnitte unterteilt, namentlich in strategische Geschäftsbereiche und in Zentralbereiche. Dieser Blogeintrag befasst sich nun mit dem Abschnitt der strategischen Geschäftsbereiche.

 

Unter strategische Geschäftsbereiche verstehen wir in der Fraportwelt all jene Bereiche, die sich operativ in den Flughafenbetrieb miteinbringen. Das wiederum kann im Rahmen des Flugbetriebs (Aviation) aber auch in der Flughafeninfrastruktur (Non-Aviation) geschehen. Dazu gehören die Bereiche Handels- und Vermietungsmanagement (HVM), die Bodenverkehrsdienste (BVD), das Immobilien Facility Management (IFM), der Flug- und Terminalbetrieb / Ausbau (FBA) und auch das Airport Security Management (ASM). Jeder dieser Bereiche wartete mit einer (bis mehreren) Präsentation(en) und einer Begehung der jeweiligen Kompetenzbereiche auf (Im nachhinein hoffe ich inständig, dass die Modeschöpfer dieser Welt möglichst bald das Tragen von Joggingschuhen zu Anzügen etablieren, die insgesamt abgeleistete Strecke war bemerkenswert).

Damit nicht genug. Damit wir ein Gespür für den Flughafenbetrieb entwickeln, wurden wir Trainees für drei Tage operativ bei den Bodenverkehrsdiensten eingesetzt. Mit anderen Worten, raus aus dem Anzug und rein in den Blaumann (selbstverständlich inkl. Schutzweste, Arbeitshandschuhe, Ohrschutz, Sicherheitsschuhe und Anstoßbasecap). Denn es ging raus auf das Vorfeld. Wie kann ich dir das Gefühl beschreiben, das ich hatte, als ich zum ersten Mal direkt neben einer 747 (Jumbo) stand, keine 5m von der (hoffentlich nicht bald rotierenden) Turbine entfernt. Ich greife einfach auf den Satz eines berühmten deutschen Tennisspielers zurück und sage:"Es war meine persönliche Mondlandung!". Wenig später landete ich wirklich, nämlich im Flugzeugbauch (Belly) einer Maschine. Quo vadis? Na, Gepäck entladen! Nach einer halben Stunde war ich um folgende drei Erkenntnisse reicher: Erstens, Gepäckentladen i s t eine schweißtreibende Arbeit. Zweitens, ich muss allen operativen Kräften meinen großen Respekt zollen, die diese Arbeit gewissenhaft seit teilweise mehr als 20 Jahren ableisten. Und drittens, als potenzielles Versteck für einen blinden Passagier ist das Belly viel zu kalt und ungemütlich! 

Als Abschluss siehst du folgend meine Traineekollegen und mich in unserer Arbeitskleidung! 

 

p1030868_400                                                                                                                     

 

Im nächsten Blogeintrag wird sich mit meiner sechswöchigen Assistenzphase im Bereich der Luftsicherheit befassen. Du darfst gespannt sein!  

 

Bis bald, Adiam


 

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1 Kommentare zu "Laufschuhe nicht vergessen!":


1. Grit

Sonntag, 27. Juli 2008 um 19:26 Uhr

Herr Kollege, nu mal ganz im Ernst!! Obwohl ich es selbst alles miterlebt habe, finde ich es klasse, Deine Erz?hlungen zu lesen! Freue mich auf mehr Eintr?ge und lass Dich heute abend nicht unterkriegen!

Viele Gr??e, Grit


 



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