<< Wieder den Flughafenboden unter den Füßen! ...unverbesserlich anders >>



 

 

Hallo und schön, dass du auch weiterhin meinen Blog mitverfolgst!

 

Wer kennt ihn nicht, den "Vor-Reisestress"?! Bereits vor Erreichen des Flughafens kreisen die Gedanken nur noch um die getroffenen Vorkehrungen: Nicht nur geistig durchforstet man das ein um das andere Mal die gepackten Koffer und Taschen, setzt in Gedanken Häkchen, stets auf der Suche nach Tickets, Dokumenten, Medikamenten (oder auch dem Lieblingsteddybär des Kindes), ohne jene die bevorstehende Reise zur Tortur werden könnte. Schnell noch einchecken und ab in den Flieger... tja, wären da nicht die Sicherheitskontrollen! Die Uhr mahnt zur Eile (und zu einem Zeitmanagementseminar). Außerdem ist doch eine Kontrolle im Grunde genommen nur lästig und reine Zeitverschwendung, man sieht doch einem die Harmlosigkeit bereits im Gesicht an, oder? "Bitte legen Sie alle metallischen Gegenstände wie Münzen und Uhren ab, beachten Sie die Flüssigkeitsbeschränkungen, nehmen Sie ihren Laptop aus der Tasche und durchschreiten Sie bitte die Torsonde!" Anscheinend nicht... .

 

Perspektivenwechsel und ein "Herzliches Willkommen" im täglichen Spannungsfeld der Luftsicherheit, in dessen ich mich im Rahmen meiner sechswöchigen Assistenzphase als Schatten einer operativen Führungskraft bewegen durfte. Eines vorneweg: Mit Schatten ist hier jedoch nicht ein passives, non-kommunikatives Hinterherschleichen gemeint. Vielmehr steht der Begriff symbolisch für die Teilnahme am gesamten Alltag (und somit an den gesamten Terminen) der besagten Führungskraft. Im meinem Falle die des Herrn Singers, Leiter der Luftsicherheit des Flugsteigs B. Gemeinsam mit weiteren Führungskräften und Mitarbeitern ist es seine Aufgabe, neben der Erfüllung der bundeshoheitlichen Aufgabe der Luftsicherheit dafür Sorge zu tragen, dass die Durchführung der Kontrollen für die Passagiere möglichst angenehm verläuft. Mit anderen Worten: Ein höchstes Maß an Sicherheit zu garantieren, zudem eine hohe Kundenfreundlichkeit zu erreichen und dabei dem Passagier eine möglichst kurze Verweildauer an den Kontrollstellen zu gewährleisten. Wirtschaftspolitisch ausgedrückt: ein magisches Dreieck. Biologisch ausgedrückt: eine eierlegende Wollmilchsau. Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb eine sehr spannende Aufgabe, stets auf der Suche nach dem Optimum und das bei wechselnden Rahmenbedingungen. So steigen die Passagierzahlen am Flughafen von Jahr zu Jahr, neue gesetzliche Verordnungen, die Berücksichtigung finden müssen, treten in Kraft. Nicht zu vergessen, dem "Vor-Reisestress" der Passagiere stets mit einer Contenance und einem Lächeln entgegen zu treten. Nicht gerade einfach, wie ich innerhalb der einwöchigen operativen Schicht an den Kontrollstellen selbst erfahren durfte. Denn jede(r) Luftsicherheitsassistent(in) (das sind die operativen Kräfte an den Kontrollstellen) hat quasi noch ein bis mehrere "Nebenjobs". So durfte auch ich Wegauskünfte geben (was am Anfang ein wirkliches Problem für mich und wahrscheinlich auch für den Passagier darstellte) oder (vermeintlich) verlorene Gegenstände suchen. 

 

Und so stelle ich mir abschließend die Frage: "Wie verhalte ich mich denn eigentlich als Passagier vor einer Kontrollstelle?". Sicherlich harmlos, oder?

 

Bis zum nächsten Mal!

 

 Adiam


 

{trackback_total} TrackbacksPermalink


 

0 Kommentare zu "Fliegen? Mit Sicherheit!":




Kommentar schreiben:



Name (notwendig):


Email (notwendig, wird aber nicht angezeigt):




Smileys


Daten f?r weitere Kommentare behalten?


Bestätigen Sie bitte das untenstehende Wort: