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Hallo liebe(r) Blog-Leser(in)!

 

Mittlerweile sind fast 3 Monate verstrichen, seitdem ich meinen letzten Blogeintrag verfasst habe. Sehr gerne hätte ich Dir über die vielen Eindrücke berichtet, die ich über das Arbeiten in Saudi-Arabien erhalten habe. Leider ist es mir nicht möglich, da es sich hierbei um ein recht neues Engagement Fraports handelt und daher viele Informationen zunächst nicht kommuniziert werden können. Und somit komme ich auch zur Ursache meiner mehrmonatigen Funkstille. Um dich (hoffentlich) zu vertrösten, werde ich nachträglich ein paar Fotos aus Saudi-Arabien hier einstellen und Dir im Folgenden allgemeine Eindrücke aus dem Leben in Saudi-Arabien berichten.

 

Mit dem Aussteigen aus dem Flugzeug erhielt jeder Passagier, der dem anfänglichen Winter in Deutschland entflohen ist, ein landestypisches Geschenk aus Jeddah überreicht - oder wurde besser gesagt davon erschlagen. Denn bereits auf der Flugzeugrampe verwandelte eine "Wand" bestehend aus einer 30 Grad warmen, hochfeuchten Luft jedes ach-so-weite Kleidungsstück in eine Art zusätzliche Hautschicht. Selaam alaikum in Jeddah. Der (fünfminütige Zeit-)Vorteil, der sich aus dieser beständigen Temperatur-/Luftfeuchtigkeitskonstellation ergibt, ist, dass man sich getrost jeden Morgen den Wetterbericht sparen konnte. Denn täglich grüßte das Murmeltier mit Temperaturen um die 30 Grad, mit einer Regenwahrscheinlichkeit gen Null bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit (Jeddah liegt im Gegensatz zu Riadh nämlich am roten Meer). Man könnte jetzt meinen, dass eine leichte Arbeitskleidung ein probates Mittel gegen die Hitze wäre. Teilweise richtig. Teilweise. Denn in den Gebäuden in Saudi-Arabien wird die (zentrale!) Klimaanlage üblicherweise auf 18 Grad eingestellt, was dazu führen kann, dass man sich schnell eine Erkältung in leichter Kleidung holen konnte. In Saudi-Arabien. Neidisch erhascht man sich des Kleidungsproblemes stellend die traditionelle Kleidung des Landes, der Thoub. Die Thoub ist ein (meist) weißes langes, hemdähnliches Gewand, welches für sowohl kalte Abende im Landesinneren als auch für die sehr heißen Tagen konzipiert wurde. Gepaart mit dem berühmten rot-weißen Kopftuch, der Gutra, die ideale Antwort auf solche (heutzutage teilweise künstlich hervorgerufenen) Temperaturschwankungen.

 

Da sehr starke Familienbindungen in Saudi-Arabien herrschen, ist das Bild nach der Arbeit und am Wochenende geprägt von Familienausflügen in die Wüste, ans Meer oder auch in die unzähligen, riesigen Einkaufmalls in der Stadt. In der Wüste finden Grillfeste statt, wobei traditionell das Fleisch eingewickelt in Folie mit glühender Kohle in die Erde vergraben wird und nach geraumer Zeit dann entsprechend gegart auf dem Teller landet. Am Meer wird sich uns entsprechend am Strand entspannt, wobei man hierbei gemäß der Sitte sich nicht umzieht, sondern die Gewänder anbehält. Wer schwimmen will, kann dies entweder an privaten Badestränden tun, oder auf Ganzkörperbademoden zurückgreifen. Mit Blick auf das Kulinarische kann man nur sagen, dass man ohne Weiteres eine berühmte Redewendung in "Essen wie Allah in Saudi-Arabien" umwandeln könnte. Aufgrund einer riesige Vielfalt von Frischobst, über leckeres Fladenbrot mit herrlich würzigen Beilagen bis hin zu orientalischem Tee verschärften sich mehr und mehr die Vorsätze für das neue Jahr mehr Sport in Zukunft zu treiben müssen.

 

So sitze ich drei Wochen später ob der Temperaturen fast wehmütig im 40-50 Grad kälteren Frankfurt da und freue mich auf meinen erneuten Einsatz in Saudi-Arabien, der für den gesamten Februar anberaumt wurde. Bis dahin werde ich Dir über meine spannenden Aufgaben im Bereich der Informations- und Kommunikationsdienstleistungen im Rahmen meines 3. Projektes berichten. Soviel kann ich Dir schon verraten, es befasst sich mit einer neuen Form der Bordkartenkontrolle in Verbindung mit 2D-Barcodes.

 

Du darfst gespannt sein!

 

Viele Grüße und nachträglich ein frohes und erfolgreiches Jahr 2009 wünscht Dir

 

Adiam


 

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