Adiam

Adiam ist 27 Jahre alt und war bei der Fraport AG Trainee mit dem Zielbereich Informations- und Projektmanagement / Anforderungsmanagement. Er war einer der Autoren des Trainee-Blogs.

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Hallo liebe(r) Blog-Leser(in)!

 

Mittlerweile sind fast 3 Monate verstrichen, seitdem ich meinen letzten Blogeintrag verfasst habe. Sehr gerne hätte ich Dir über die vielen Eindrücke berichtet, die ich über das Arbeiten in Saudi-Arabien erhalten habe. Leider ist es mir nicht möglich, da es sich hierbei um ein recht neues Engagement Fraports handelt und daher viele Informationen zunächst nicht kommuniziert werden können. Und somit komme ich auch zur Ursache meiner mehrmonatigen Funkstille. Um dich (hoffentlich) zu vertrösten, werde ich nachträglich ein paar Fotos aus Saudi-Arabien hier einstellen und Dir im Folgenden allgemeine Eindrücke aus dem Leben in Saudi-Arabien berichten.

 

Mit dem Aussteigen aus dem Flugzeug erhielt jeder Passagier, der dem anfänglichen Winter in Deutschland entflohen ist, ein landestypisches Geschenk aus Jeddah überreicht - oder wurde besser gesagt davon erschlagen. Denn bereits auf der Flugzeugrampe verwandelte eine "Wand" bestehend aus einer 30 Grad warmen, hochfeuchten Luft jedes ach-so-weite Kleidungsstück in eine Art zusätzliche Hautschicht. Selaam alaikum in Jeddah. Der (fünfminütige Zeit-)Vorteil, der sich aus dieser beständigen Temperatur-/Luftfeuchtigkeitskonstellation ergibt, ist, dass man sich getrost jeden Morgen den Wetterbericht sparen konnte. Denn täglich grüßte das Murmeltier mit Temperaturen um die 30 Grad, mit einer Regenwahrscheinlichkeit gen Null bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit (Jeddah liegt im Gegensatz zu Riadh nämlich am roten Meer). Man könnte jetzt meinen, dass eine leichte Arbeitskleidung ein probates Mittel gegen die Hitze wäre. Teilweise richtig. Teilweise. Denn in den Gebäuden in Saudi-Arabien wird die (zentrale!) Klimaanlage üblicherweise auf 18 Grad eingestellt, was dazu führen kann, dass man sich schnell eine Erkältung in leichter Kleidung holen konnte. In Saudi-Arabien. Neidisch erhascht man sich des Kleidungsproblemes stellend die traditionelle Kleidung des Landes, der Thoub. Die Thoub ist ein (meist) weißes langes, hemdähnliches Gewand, welches für sowohl kalte Abende im Landesinneren als auch für die sehr heißen Tagen konzipiert wurde. Gepaart mit dem berühmten rot-weißen Kopftuch, der Gutra, die ideale Antwort auf solche (heutzutage teilweise künstlich hervorgerufenen) Temperaturschwankungen.

 

Da sehr starke Familienbindungen in Saudi-Arabien herrschen, ist das Bild nach der Arbeit und am Wochenende geprägt von Familienausflügen in die Wüste, ans Meer oder auch in die unzähligen, riesigen Einkaufmalls in der Stadt. In der Wüste finden Grillfeste statt, wobei traditionell das Fleisch eingewickelt in Folie mit glühender Kohle in die Erde vergraben wird und nach geraumer Zeit dann entsprechend gegart auf dem Teller landet. Am Meer wird sich uns entsprechend am Strand entspannt, wobei man hierbei gemäß der Sitte sich nicht umzieht, sondern die Gewänder anbehält. Wer schwimmen will, kann dies entweder an privaten Badestränden tun, oder auf Ganzkörperbademoden zurückgreifen. Mit Blick auf das Kulinarische kann man nur sagen, dass man ohne Weiteres eine berühmte Redewendung in "Essen wie Allah in Saudi-Arabien" umwandeln könnte. Aufgrund einer riesige Vielfalt von Frischobst, über leckeres Fladenbrot mit herrlich würzigen Beilagen bis hin zu orientalischem Tee verschärften sich mehr und mehr die Vorsätze für das neue Jahr mehr Sport in Zukunft zu treiben müssen.

 

So sitze ich drei Wochen später ob der Temperaturen fast wehmütig im 40-50 Grad kälteren Frankfurt da und freue mich auf meinen erneuten Einsatz in Saudi-Arabien, der für den gesamten Februar anberaumt wurde. Bis dahin werde ich Dir über meine spannenden Aufgaben im Bereich der Informations- und Kommunikationsdienstleistungen im Rahmen meines 3. Projektes berichten. Soviel kann ich Dir schon verraten, es befasst sich mit einer neuen Form der Bordkartenkontrolle in Verbindung mit 2D-Barcodes.

 

Du darfst gespannt sein!

 

Viele Grüße und nachträglich ein frohes und erfolgreiches Jahr 2009 wünscht Dir

 

Adiam


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Willkommen zurück zu meinem Blog. Es war zeitweise still um mich geworden, denn nach meinem einwöchigen Urlaub folgte die Aufarbeitung aller zwischenzeitlich eingeganger Emails, Protokolle und Aufgaben. Die Arbeitswelt umarmte mich herzlich in ihrer gewohnten Stärke, welche zweifellos ihren Abdruck bei mir hinterlassen hätte, wäre ihr die Urlaubssonne nicht zuvorgekommen.

 

Während sich mein erstes Projekt mit schnellen Schritten dem Ende zuneigt und sich bereits im Feinschliff befindet, schweift der Blick bereits in Richtung meiner nächsten bevorstehenden Aufgabe. In einem Monat werde ich im Rahmen eines Projektes an den saudiarabischen Flughäfen von Riad und  Jeddah arbeiten. Eine spannende Zeit von drei Monaten, die mir sicherlich nicht nur fachlich, sondern auch interkulturell weitere Facetten aufzeigen wird. Um etwaige Faux-Pas zu vermeiden (in Saudi-Arabien wäre es sicherlich von zweifelhaftem Einfühlungsvermögen, sich nach dem Befinden der Ehefrau beim Verspeisen eines Schweinesteaks zu erkundigen) wurden wir Trainees zu einer "Interkulturellen Sensibilisierung" eingeladen. Im Rahmen dieser zweitägigen Veranstaltung stand weniger das Länderspezifische sondern vielmehr die generellen Kontaktpunkte zu anderen Kulturen im Vordergrund. Denn nicht nur in den Verhaltensregeln, der Sprache oder den Sitten spiegelt sich eine Kultur wider. Auch in Gesten, Religionen, ja bis hin in Problembewältigungsansätzen können sich kulturelle Gemeinschaften voneinander unterscheiden. Gedanklich springen so manch einem bei Letzterem die vier Reiter der Projektapokalypse schon hervor (erhöhter Abstimmungsaufwand, Missverständnis, Nachkorrektur und Kostenexplosion). Das muss aber nicht sein. Vielmehr können bei Beachtung der hiesigen Rahmenbedingungen durch neue, interkulturelle Ansätze bis dato unerkannte Lösungen entwickelt werden.

 

Denn wie heißt es denn so schön? Viele Wege führen nach Riad.

 

In diesem Sinne,

 

ma assalaama (Auf Wiedersehen)

 

Adiam

 

P.S.: Die Übersetzung der Überschrift lautet: "Willkommen im Königreich Saudi-Arabien"


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Hallo lieber Leser,

 

da ich mich für die nächste Woche im Urlaub befinden werde, wird in diesem Zeitraum kein weiterer Eintrag erfolgen. Im September geht es dann wie gewohnt weiter!

 

Auf bald!

Adiam


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Im Verlauf des späten Mittwochnachmittags trudelten die ersten Berichte zur Tragödie rund um den Flugzeugabsturz der Spanair am Flughafen von Madrid ein. Bald darauf folgten die ersten Bilder im Fernsehen, die mit voller Wucht das Ausmaß der Katastrophe verdeutlichten.

 

Statistisch gesehen sind Flugzeugabstürze im Verhältnis zum Verkehrsaufkommen sehr sehr selten. Jedoch ist gerade bei solchen Unfällen der kollektive Schock in der Gesellschaft enorm. Die Abteilung Notfallmanagement, die meinem Zielbereich Airport Security Management zugeordnet wird, ist daher speziell für die Initiierung von zuvor festgelegten Maßnahmen ausgebildet und abgestellt. Sie koordinieren die Betreuung der Angehörigen, planen den Rücktransport der Verunglückten und verständigen sich mit allen betroffenen nationalen und internationalen Behörden und Flugunternehmen hinsichtlich des weiteren Vorgehens. Aufgaben, die neben anderen Kompetenzen vor allem viel Feingefühl und Nervenstärke erfordern.

 

Der Vorfeldblick, der sich aus meinem Büro ergibt, trübt die Gedanken. Wir trauern mit den Angehörigen der Verstorbenen.


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Hallo, freut mich, dass du (wieder) dabei bist! Dieses Mal erzähle ich dir Näheres über mein aktuelles Projekt, welches mich bis Mitte Oktober begleiten wird.

 

"Aktualisierung und Pflege des Luftsicherheitsplanes", so lautet der Titel meines Projektauftrags, detailliert aufgeschlüsselt auf drei Seiten mit größtenteils in Fragen formulierten Anforderungen. In meinem Kopf dreht sich eine Sanduhr, die Bearbeitungszeit von drei Monaten ist eingeläutet. Doch gemäß welcher Struktur gilt es nun vorzugehen, um möglichst zielorientiert und effizient die Aufgabenstellungen anzugehen? Welche Prioritäten müssen gesetzt werden? In einem Bericht über Immobilien wurde ein erfolgreicher Makler (klingt zumindest nach einem amerikanischen Paradoxon) nach seiner Strategie in der (so benannten) Projektbearbeitung diesbezüglich gefragt, was die drei wichtigsten Faktoren für den Erfolg in seiner Branche seien. Seine Antwort: "Location, location, location! (Lage, Lage, Lage)" Gut, die Antwort ist für meine Zwecke auf dem ersten Blick nicht gerade hilfreich. Doch bei näherer Überlegung entdecke ich doch Gemeinsamkeiten. Die Immobilie selbst als Projekt ist unweigerlich von den Rahmenbedingungen in Form ihrer Lage abhängig. Für mein Projekt hieße das wiederum, dass die Grundlage für das erfolgreiche Bearbeiten eines Projektes die gemeinsame Konkretisierung der Aufgabenstellungen mit meinem Auftraggeber ist. So ist sicher gestellt, dass fortan in einer gemeinsamen Sprache gesprochen wird. Anschließend müssen diese Aufgabenstellungen in Arbeitspakete geschnürt und gemäß ihrer Interdependenzen in einen Ablaufplan aufgenommen werden. Gesagt, getan!

Binnen der ersten Tage konnte also festgehalten werden: der Bauplan ist erstellt, das Grundstück gekauft, der Boden aufbereitet und die Baumaterialien und -werkzeuge liegen auch bereit. Fehlt nur noch eine winzige Kleinigkeit: das fertige Haus!

 

Über mein "Bauvorhaben" werde ich dich in den nächsten Wochen auf dem Laufenden halten und dir berichten, ob es schlussendlich für eine Immobilie in der Schlossallee gereicht hat!

 

Dir auch viel Erfolg!

 

Adiam

 


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