Geschrieben von Felix am Mittwoch, 09. April 2014 in Projekt 2 (Auslandsprojekt) um 8:11 Uhr

 

 

Здравствуйте!

 

Während sich die Kollegen in Frankfurt an angenehmen Frühlingstemperaturen erfreuen, ziehe ich weiterhin meine Winterjacke an – denn ich befinde ich in St. Petersburg im nordwestlichen Russland. Für 9 Wochen arbeite ich in der Aviationmarketing-Abteilung von Northern Capital Gateway, LLC, an der die Fraport AG beteiligt ist und die den Flughafen Pulkovo bei Russlands zweitgrößter Stadt betreibt.

 

St. Petersburg liegt auf demselben Breitengrad wie Oslo und Stockholm oder der Südspitze Grönlands, weswegen der Winter hier tatsächlich länger dauert. Die Tage sind dafür schon etwas länger als in Deutschland und die Sonne geht abends erst gegen 21 Uhr unter. Im Juni, wenn die Tage am längsten sind, wird es nachts sogar dauerhaft hell bleiben – St. Petersburgs berühmte „weiße Nächte“.

 

Die Stadt hat nach meinen ersten Eindrücken wirklich etwas zu bieten. Meine Wohnung, die ich mir mit einem anderen Trainee teile, befindet sich in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Dieses liegt mitten im Stadtzentrum von St. Petersburg, nur wenige Gehminuten von den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten entfernt. So haben wir es bereits zum Winterpalast geschafft, der mit der Eremitage ein Kunstmuseum von Weltrang beherbergt.

 

Blick über den Schlossplatz vor dem Winterpalast

 

Skulpturensammlung in der Eremitage

 

Ich war zunächst etwas skeptisch, ob man sich im alltäglichen Leben mit den Russen verständigen würde können. Vor ein paar Jahren habe ich Moskau besucht und dort gab es wirklich sehr wenige Menschen, die Englisch sprechen konnten (von Deutsch ganz zu schweigen!), so dass manchmal selbst das Essenbestellen in einem Restaurant schwierig wurde. Mein Russisch steckt auch noch in den Kinderschuhen. Jedoch waren die Sorgen völlig unnötig. Wirklich fast jeder Russe jüngeren Alters (unter 30) kann sich auf Englisch verständigen. Es ist sogar so, dass man öfter angesprochen wird, wenn die St. Petersburger mitbekommen, dass man sich auf Deutsch unterhält. Die Kolleginnen und Kollegen am Flughafen sind da keine Ausnahme – die Kommunikation klappt ohne Probleme smile

 

Northern Capital Gateway hat vor kurzem ein neues Gebäude direkt am ebenfalls neuen Terminal Pulkovo 1 bezogen. Mein Büro ist dementsprechend modern bietet eigentlich alles, was man so zu Arbeiten braucht. Auch die Aussicht ist gut, es sei denn es gibt mal spontan einen kleinen Schneesturm!

 

Sicht aus meinem Büro

 

Da das Gebäude noch neu ist, wurde erst letzte Woche die Kantine eröffnet. Die ist gut, hat Preise, die nur leicht über den Fraport-Kantinen liegen (fast eine Sensation für das wirklich hohe Preisniveau in St. Petersburg!). Und das Gute: Es gibt leckere russische Küche, die täglich wechselt. Häufig kann man hier also ein Borschtsch mit Schmand bekommen.

Bevor die Kantine eröffnet wurde, ging mein Weg in der Mittagspause in das Terminal, wo genau 4 Möglichkeiten zu Mittagessen bestehen: McDonalds, Irish Pub, Starbucks und eine Pizzeria. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, dass einem das nach 3 Wochen doch etwas zum Hals raushängt...

 

Blick auf das neue Terminal Pulkovo 1

 

Die Arbeit an sich ist spannend. Die Abteilung Aviationmarketing hat die Aufgabe, Airlines zu betreuen und mehr Passagiere an den Flughafen zu holen. Ich beschäftige mich in meinem Projekt mit den Transferpassagieren, d. h. denjenigen Passagieren, die am Pulkovo Airport umsteigen. Der Anteil der Transferpassagiere am Gesamtaufkommen ist, z. B. im Vergleich zu Frankfurt, noch sehr gering und lag letztes Jahr bei ca. 4%. Meine Aufgabe ist es, diese Passagiergruppe zu vergrößern. Dazu analysiere ich die Märkte, die potenziell über St. Petersburg verbunden werden können, die Situation der Wettbewerber (andere Drehkreuze wie Moskau oder Helsinki), die Airlines der Region und die Flugpläne und Infrastruktur von Pulkovo selbst. Ausgehend von der Analyse leite ich mögliche Maßnahmen ab, um das Transferaufkommen mittel- und langfristig zu steigern. Die Abteilung gibt mir bisher viele Freiheiten und ich kann selbst entscheiden, welche Methoden und Datenquellen ich zur Bearbeitung benutze. Top!

 

Das war der erste Bericht nach 3 Wochen St. Petersburg. Ich melde mich wieder, wenn die Temperaturen etwas gestiegen sind smile

 

До свидания!

  


 

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Geschrieben von Thomas am Sonntag, 16. März 2014 in Projekt 2 (Auslandsprojekt) um 9:15 Uhr

 

 

Und zwar in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens. Hier werde ich die kommenden neun Wochen verbringen und hoffentlich viele neue Erfahrungen sammeln.

Die Fraport hat hier einen Managementvertrag mit dem "King Khaled International Airport" und stellt eine Delegation vor Ort. Untergebracht sind wir in Hotel Compounds in Nähe zum Flughafen. Da die Woche hier am Sonntag beginnt, hatte ich heute bereits die Möglichkeit einen Großteil der deutschen Kollegen kennenzulernen. In den nächsten Tagen klärt sich dann auch meine genaue Aufgabe die mich die nächsten Wochen begleiten wird.

Bis dahin ein Foto der Aussicht aus meinem Büro:

 

Viele Grüße

Thomas


 

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Geschrieben von Thomas am Dienstag, 11. März 2014 in Projekt 1 um 8:34 Uhr

 

 

Hallo smile

Kaum angefangen, ist es auch schon wieder vorbei, das erste Projekt. So fühlt es sich zumindest an, auch wenn ich jetzt tatsächlich schon über drei Monate in meiner Zielabteilung bin.

Meine Zielabteilung, der ich also ab Oktober vollständig zur Verfügung stehe (wink), ist HVM-PA. HVM steht für Handels- und Vermietungsmanagement. Der Bereich ist zuständig vom Retail-Geschäft über Immobilienvermietung, bis zum Parkraummanagement. Und genau dafür steht auch das P, Parkraummanagement und landseitige Verkehrsanbindung.

HVM-P betreibt insgesamt etwa 56.400 Stellplätze, einige davon extern bei der Messe Frankfurt, der Commerzbankarena Frankfurt und "The Squaire". Am Flughafen Frankfurt werden ca. 29.600 Stellplätze betrieben, 14.800 davon öffentlich. Neben dem Terminal- oder Holiday-Parking werden aber beispielsweise auch etwa 900 Stellplätze auf dem Vorfeld verwaltet.

Und hier sitzen wir ganz oben drauf:

Parkhaus am Terminal 1 und gleichzeitig Sitz der HVM-P Büros

 

Aber worum ging es nun eigentlich in meinem Projekt? Die letzten drei Monate habe ich mich mit dem Thema QR-Codes und deren mögliche Verwendung an unseren Ein- und Ausfahrtsgeräten beschäftigt. QR-Codes sind 2 dimensionale "Barcodes" in denen Informationen kodiert werden können. Unsere Geräte, auch die Kassen, können diese Codes lesen und weiterverarbeiten. Meine Aufgabe war nun die erste Untersuchung wie wir diese Möglichkeiten in Zukunft nutzen können.

Ein QR-Code mit dem Text "Dies ist ein Beispiel".

 

In Rücksprache mit dem Hersteller unserers neuen Parkierungssystems habe ich zunächst einen Prozess zur Erstellung von gültigen QR-Codes erarbeitet. Anschließend musste die Schnittstelle zum Parkierungssystem definiert werden, denn der Code muss schließlich dem System bekannt sein wenn ein Kunde damit einfahren möchte.

Zum Abschluss des Projekts stand eine erfolgreiche Machbarkeitsstudie und ein funktionierender Prototyp. Für den Besucherparkplatz von HVM-P können nun Einfahrtsberechtigungen mit QR-Codes erzeugt, und per PDF an den Besucher gesendet werden. Dies funktioniert über ein von mir entwickeltes Skript im Hintergrund eines Word-Dokuments.

Der Besucher kann sich den Code ausdrucken oder auf seinem Smartphone speichern. Vor der Schranke hält er den Ausdruck oder das Smartphone vor den Scanner des Einfahrtsgeräts und darf nach erfolgreicher Prüfung des QR-Codes einfahren. Der bisherige Prozess sieht eine Anmeldung an unserer Leitstelle über eine Sprachverbindung vor.

 

Ein "Einfahrtskontrollgerät" mit Bar- und QR-Code Leser

 

Insgesamt war das erste Projekt eine tolle Erfahrung. Ich bin gut in meiner Zielabteilung angekommen und konnte mein erstes Projekt ziemlich erfolgreich abschließen. In den nächsten Tagen folgt nun noch die Präsentation des Projekts vor den anderen Trainees und dann geht es auch schon ins Auslandprojekt. Bei mir hat sich das Reiseziel kurzfristig auf Riad in Saudi-Arabien geändert.

Was ich dort genau machen werde ist noch nicht ganz bekannt, ich werde aber sicher bald berichten! smile


 

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Geschrieben von Felix am Freitag, 14. Februar 2014 in Projekt 1 um 10:38 Uhr

 

 

 Hallo smiley

 

Heute finde ich mal wieder etwas Zeit, um aus dem sonnigen aber kalten Frankfurt zu berichten. Die letzten beiden Monate kam es mir so vor, als ob die Zeit wie im Flug vergeht. Es gab wirklich viel zu tun und das machte auch noch Spaß, ich denke das ist dann kein Wunder. Doch der Reihe nach...

 

Nachdem die Assistenzphase auf dem Vorfeld zu Ende war, ging der Weg für uns Trainees in unsere jeweiligen Zielabteilungen. Meine Zielabteilung, die Markt- und Trendforschung, gehört zur Unternehmensentwicklung und wir haben unsere Büros in der neuen Unternehmenszentrale. Das Gebäude hat mich schon mal ziemlich beeindruckt, da es außen schicke Glasfassaden aufweist und innen mit neuster Bürotechnik ausgestattet ist. Die Arbeit in einem Großraumbüro mit bis zu 12 Kolleginnen und Kollegen in einem Raum (wobei neben mir gerade nur 4 andere da sind - Gleitzeit und externe Termine...) ist eine interessante Erfahrung. Die Wege sind kurz und Fragen können so eigentlich immer gestellt werden, was gerade für einen Neuling einen hohen Wert hat. Gleichzeitig ist die Atmosphäre aber nicht laut, sondern – ganz im Gegenteil – ruhig, da für Telefongespräche oder Besprechungen eigene Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, in die man sich zurückziehen kann. Es ist sogar möglich, den Arbeitslaptop, den jeder bekommen hat, mit in die Kaffeebar in der Eingangshalle zu nehmen und dort bei einem Cappuccino zu arbeiten grin Wie die Eingangshalle aussieht, könnt ihr auf dem folgenden Bild erkennen. Für ein Fotoshooting wurden wir Trainees gefragt, ob wir nicht im Anschluss an einen anderen Termin als Fotomodelle zur Verfügung stünden. Na klar! Und so könnt ihr uns auf dem Bild alle entdecken, in unserer natürlichen Umgebung sozusagen.

 

 

Ich bin unten rechts wink

 

Zurück zu meiner Abteilung: Dort wurde netterweise für mich ein Durchlauf organisiert, so dass ich meine ersten zwei Wochen dort damit verbrachte, die Arbeitsinhalte der Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen. Das hat schon mal sehr geholfen, genau zu verstehen, wo die Schwerpunkte der Markt- und Trendforschung liegen und welche Prozesse es dort gibt. Egal ob genauste Daten, Analysen, Befragungen oder Prognosen, die Marktforschung kann es alles.

 

Nach dem Durchlauf ging es noch im Dezember los mit dem ersten Projekt für mich. In Zusammenarbeit mit dem Vertrieb habe ich die Aufgabe, zukünftige Wachstumsmärkte des Flugverkehrs zu analysieren, immer mit Blick auf den Flughafen Frankfurt. Dafür habe ich diverse Datenquellen „angezapft“ und quantitativ eine Rangfolge erstellt, aus der zukünftige Wachstumsschwerpunkte ersichtlich werden. In regelmäßigen Meetings wird mit Kollegen der Fortschritt erfasst und besprochen und ich kann mir wiederum Tipps holen, in welche Richtungen ich das Projekt noch weiterentwickeln könnte.

 

Auch mit den Trainees gibt es regelmäßige Treffen. Bei unseren Teamtimes werden Teambuilding-Maßnahmen durchgeführt und es kamen einige Schulungen auf uns zu, u. A. zu den Themen Arbeitssicherheit oder Corporate Identity. Auf dem Bild untern könnt ihr einige von uns während einer Teamtime sehen, wie gerade Hilfsmittel für eine kollegiale Beratung bei Konflikten am Arbeitsplatz erarbeitet werden.

 

Für die Teamtimes steht jeweils ein ganzer Teg zur Verfügung!

 

Neben den Teamtimes konnten wir Trainees auch andere Bereiche des Flughafens besuchen. In eigener Organisation haben wir es bisher schon zur Hundepension im Süden des Flughafens, zur Vorfeldkontrolle und zur N*ICE geschafft. Heute Nachmittag steht dann noch ein Besuch in der Animal Lounge der Lufthansa an. Ich freue mich schon!

 

Bis zum nächsten Mal,

 

Felix


 

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Geschrieben von Felix am Montag, 25. November 2013 in Assistenzphase um 15:13 Uhr

 

 

Moin Moin,

 

es ist nun etwas Zeit vergangen und der erste „große Block“ der Assistenzphase liegt hinter uns Trainees. Die vier Wochen im operativen Bereich waren sehr interessant und ich konnte eine Menge Sachen tun, zu denen man sonst nicht kommt und die ich vielleicht während meiner Fraport Karriere auch eher selten wiederholen werden. Doch der Reihe nach...

 

Wenn man das erste Mal einen Termin auf dem Vorfeld hat (wie z. B. das erste Treffen mit der Führungskraft), dann ist man einfach überfordert. Zu viele Eindrücke, überall passieren Dinge und laut ist es auch noch. Dazu kommen praktische Probleme: Wie funktioniert eigentlich diese Zeiterfassung, die vor zwei Wochen erklärt wurde? Welchen Shuttlebus sollte ich nehmen, um zur Dienststelle zu gelangen? Das lässt sich aber alles lösen, denn wenn man die Kollegen fragt, bekommt man schnell eine kompetente Antwort smile

 

Meine Führungskraft während der Assistenzphase war Udo Schuh, der Leiter der BVD-RL3. Diese Dienststelle ist organisatorisch bei den Bodenverkehrsdiensten angesiedelt und kümmert sich um das Abfertigen der Flugzeuge, was sie hauptsächlich am A- und A-Plus-Finger des Terminals 1 macht. Die Lademeister und Lader sind dabei ganz nah an den Flugzeugen dran und teilweise auch in den Bellies. Herr Schuh trägt eine große Verantwortung: Er ist der Chef von mehreren Hundert Mitarbeitern, die von 3:30 Uhr im Frühdienst bis abends zum Betriebsschluss im Schichtbetrieb die Flieger abfertigen. Unterstützt wird er dabei von sieben administrativen Mitarbeitern, denen ich über die Schulter gucken durfte.

 

Ich konnte auch miterleben, wie die Disposition auf dem Vorfeld arbeitet, die die Teams mit Lademeistern und Ladern zusammensetzt und anweist. Je nach Flugzeugtyp gibt es unterschiedliche Qualifikationsanforderungen an die Mitarbeiter, da bei größeren Fliegern auch größere Geräte zum Be- und Entladen benutzt werden. Damit ich auch mal mit beladen durfte, musste ich zwei Sachen machen. Zum einen eine Gefahrgüterschulung, da ja auch durchaus mal Chemikalien oder radioaktive Stoffe verladen werden. Zum anderen brauchte ich angemessene Kleidung – auf dem Vorfeld sind Sicherheitsschuhe, Schutzkappe und Gehörschutz Pflicht!

 

Sicherheit geht vor...

 

Auch wenn ich da noch ein T-Shirt trage, habe ich zum Glück auch eine wetterfeste Jacke bekommen. Denn wenn man einen Lademeister im Dienst begleitet, kann es auch vorkommen, dass man einen schönen Regenguss abbekommt. Die Flieger müssen schließlich abgefertigt werden – auch bei schlechtem Wetter.

 

Was habe ich sonst noch erlebt? Ich konnte beim Außendienst (dem „Papa“ des Vorfelds ) mitfahren, an Leiterrunden mit dem Chef (und seinem Chef) teilnehmen, Pausenausrufe für die Lader machen, die Abnahme von neuen Stromversorgungsschächten beobachten, an Dienstplangesprächen teilnehmen und auf Rundgängen die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften überprüfen.

 

Achja und ab und zu war auch noch Zeit für Fotos wink

 

In der Dämmerung sieht der Flughafen besonders gut aus.

 

Ich schreibe diesen Blogpost übrigens von meinem Schreibtisch in meiner Zielabteilung aus, wo ich für die nächsten drei Monate sein werde. Die ersten zwei Tage waren schon mal gut, von der weiteren Zeit berichte ich beim nächsten Eintrag.

 

Bis dahin,

Felix


 

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