<< Der Ambulanzlift des Rettungsdienstes 2 dunkle Wochen… >>



 

 

Hallo liebe Leser,

nach gewonnener Weltmeisterschaft und dem Abschluss des zweiten Berufsschulblocks ging es nun für mich in den längsten Durchlauf meiner Ausbildung auf den ich mich schon von Anfang an sehr freute. Wie ihr vielleicht wisst, beschränkt sich die Fraport AG seit längerem nicht nur auf sein Kerngeschäft am Flughafen Frankfurt, sondern engagiert sich darüber hinaus sehr erfolgreich an mittlerweile zehn anderen Flughäfen auf vier Kontinenten. Zusätzlich gehören oder beteiligen wir uns an weiteren Unternehmen in der Luftfahrtbranche.

Vor Ort sind an jedem Flughafen mehrere entsandte Fraportmitarbeiter die dort im Management tätig sind. Die zentrale Steuerung erfolgt aber natürlich durch unsere Zentrale in Frankfurt. Für die ist, ja ihr ahnt es schon, ein neues Kürzel, die Abteilung BET (Beteiligungen und Akquisitionen) zuständig. Darüber hinaus wird der Zukauf von neuen Beteiligungen ebenfalls hier geplant und durchgeführt. Dort durfte ich für sieben Wochen, also verhältnismäßig lange, Einblicke ins Projektmanagement, unseren Auslandsbeteiligungen und den zukünftigen Expansionsplänen gewinnen. Zusätzlich hatte ich das große Glück, dass mein Durchlauf in eine Zeit fiel, in der Fraport gleich zwei neue Projekte stemmte. Zum einen kaufte die Fraport Airmall, die zurzeit an den Flughäfen Cleveland, Pittsburgh, Philadelphia und Boston die gesamten Ladenflächen vermietet. Einen Monat später kauften wir uns mehrheitlich in den Flughafen Ljubljana ein, der Hauptstadt Sloweniens. 

Ich war hingegen an einem anderen Projekt beteiligt. Dort hatte ich die einmalige Möglichkeit eine Verkehrsanalyse und Prognose zu erstellen, was unheimlich viel Spaß gemacht hat. Gleichzeitig erstellte ich unzählige Recherchen über Personen, Unternehmen, Märkte und vieles mehr. Von meiner Arbeit habe ich in unschätzbarem Maße profitiert. Nicht nur, dass ich noch fitter vor allem in Power Point (PP) geworden bin. Die vielen Recherchen die ich stets mit Hilfe von PP auf Folien erstellte, verfasste ich größtenteils in englischer Sprache. Wenn man dies täglich über zwei Monate macht, ergibt sich ein erheblicher Lerneffekt der meine Englischfähigkeiten nochmals geschärft hat.

Leider kann ich euch nicht konkret sagen, an welchem Projekt ich gearbeitet habe, da es bis zu einer möglichen Veröffentlichung natürlich der Geheimhaltung unterliegt. Vielleicht kann ich euch aber zu einem späteren Zeitpunkt nochmals dazu berichten.

Anschließend warteten auf meine Luftikollegen und mich ein neuer Aspekt der Luftfahrt: Die Fracht. Dazu erhielten wir einen zweiwöchigen Lehrgang in dem wir auf alle Themen wie Frachtabwicklung, Luftfahrtabkommen, Sicherheit, Zollrecht, Vertragsarten in der Fracht oder Frachtratenberechnung geschult wurden. Die Luftfracht wird später auch in der Abschlussprüfung ein wichtiges Thema sein.

Zuletzt war ich aber in den USA um mich etwas zu erholen und meine Freunde zu besuchen. Ein gutes Gefühl erstmals seinen Urlaub selbst zu bezahlen und mal außerhalb der Ferienzeiten zu fliegen! Wenn wir keine Schule haben, können wir unseren Urlaub sehr flexibel in Anspruch nehmen und so war es auch kein Problem, dass ich beinahe meinen gesamten Urlaubsanspruch über fast fünf Wochen genommen habe. Eine Tatsache die ich sehr schätze und bei vielen anderen Betrieben keine Selbstverständlichkeit ist.

Nunmehr habe ich bereits die Hälfte meiner Ausbildung hinter mir. Zeit für einen Rückblick und ein Zwischenfazit: Wie ich gehofft habe konnte ich zahlreiche operative Einblicke in den Flughafen gewinnen. Zu verstehen wie ein solch großes Unternehmen funktioniert ist sehr spannend, aber am Anfang auch ziemlich undurchsichtig. Mittlerweile aber habe ich ein gutes Verständnis für die Prozesse und Abläufe und vor allem was hinter den unzähligen Kürzeln steckt laugh Meine Softwarekenntnisse haben sich stark verbessert und an meinem schriftlichen Englisch konnte ich nochmals feilen. Auch spanisch steht auf dem Programm. 

Somit kann ich auch nach einem Jahr immer noch sagen, dass ich genau das richtige gemacht habe. Ein Studium wäre für mich nach dem Abitur sicherlich noch zu früh gewesen. Persönlich kann ich jedem nur empfehlen die Karriere mit einer Ausbildung zu beginnen, besonders in Zeiten in denen es zwar immer mehr Studenten gibt, aber gleichzeitig immer weniger Auszubildende. Zahlreiche Luftverkehrskaufleute besetzen heute leitende Positionen in der gesamten Branche. Somit sehe ich die Ausbildung auch weniger als Umweg, als vielmehr einen integrativen Bestandteil meiner Bildungskarriere.

Bevor ich nochmals bis Weihnachten in die Berufsschule gehe, wartet allerdings noch mein Durchlauf bei der FCS auf mich, unserer Tochter die für unsere Airline Kunden die Frachtabwicklung übernimmt. Was ich dort gemacht habe und was dieses Mal für Themen im Unterricht auf der Agenda stehen, erfahrt ihr wie immer im nächsten Blog.

Always happy landings

Euer Max

 

Nachgereicht noch ein Bild von mir auf der Farnborough Airshow im Juli. Hier "posiere" ich vor einem Airbus A400M, dem modernsten Militärtransporter unserer Zeit, der auch in Kürze bei der deutschen Luftwaffe fliegen wird. Der findige Leser wird außerdem einen A380 im Hintergrund erkennenwink

 

Mit meinem Kumpel Jonas, den ihr vielleicht aus seinem Blog zur Ausbildung zum Notfallsanitäter kennt, sowie zwei weiten Freunden, flogen wir im August von Egelsbach aus zum Pizza essen nach Mainbullau in Bayern. Auch das ist das tolle am Flughafenumfeld. Man trifft viele "gleichgesinnte" Luftfahrtenthusiasten.

Der Airwaybill ist das A und O in der Frachtanwicklung. Er wird als Vertrag, Beleg oder auch für den Zollnachweis für jedes Stück Fracht genutzt. Hier seht ihr ein Beispiel.

 

 


 

{trackback_total} TrackbacksPermalink


 

0 Kommentare zu "Halbzeit…....":




Kommentar schreiben:



Name (notwendig):


Email (notwendig, wird aber nicht angezeigt):




Smileys


Daten für weitere Kommentare behalten?


Bestätigen Sie bitte das untenstehende Wort: