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Hallo liebe Leser,

wie angekündigt, berichte ich vom Einsatzdienst auf der Rettungswache. smile

Jeder Tag beginnt zunächst mit dem Fahrzeugcheck. Hier wird die Einsatzbereitschaft des Rettungswagens überprüft. Dazu zählt die Vollzähligkeit des Inventars, die Funktionsüberprüfung der Geräte wie z. B. das mobile EKG-Gerät, Spritzenpumpe, Absaugpumpe, Thermometer und einige weitere, die Kontrolle der Haltbarkeit von sterilen Materialien und Medikamenten, sowie die Hygiene und die Technik am Fahrzeug.
Das kann schon einmal 1-2 Stunden in Anspruch nehmen, wenn man zwischenzeitlich keinen Einsatzauftrag bekommt.

Jetzt zum Allerwichtigsten – Die Einsätze.

Ich fahre zurzeit als drittes Besatzungsmitglied auf dem Rettungswagen mit.
Hier lerne ich sehr, sehr viel. Man muss viele Dinge im Überblick behalten, deshalb ist die Einsatzorganisation sehr bedeutend.
Wenn man zu einem Notfall gerufen wird, dann wird ein Fax mit wichtigen Informationen zum Notfall und dem Anfahrtsweg von der Leitstelle an uns gesendet. Hier können wir schon vorab wichtige Dinge klären, wie man zu Beginn vorgeht, die Anfahrt und welche Hilfsmittel man zum Notfall mitnimmt.

Ist man nun angekommen muss zuerst die Situation beurteilt werden.
Hier darf ich dann tätig werden und mit Unterstützung des Lehrrettungsassistenten den Einsatzverlauf managen. Dazu befragt man den Patienten z. B. nach dem Verlauf des Notfalles, mögliche Ursachen, Vorerkrankungen etc. und man beginnt mit der Untersuchung. So grenzt man den Notfall Stück für Stück wie in einem Rätsel ein und man kommt zu einer vorläufigen Verdachtsdiagnose, die man evtl. genauer untersuchen muss. Dabei muss ich gewisse Tätigkeiten an meine Kollegen delegieren, denn Rettungsdienst ist Teamwork! grin

Dazu gehört z. B. das Messen des Blutdruckes, die Kontrolle des Blutzuckers und viele weitere Tätigkeiten, die dann individuell auf den Patienten abgestimmt werden müssen. Ich bekomme dann nach und nach Messwerte und Rückmeldungen auf diese ich dann reagieren muss, wenn dabei etwas nicht stimmt. Ist die Situation einmal sehr akut, muss man den Notarzt nachfordern, sofern dieser noch nicht dabei ist. Dabei kann es stressig werden und man muss lernen einen „Kühlen Kopf“ zu bewahren. Dann wird der Patient Transportfähig gemacht. Er wird in der Regel auf eine fahrbare Trage gelegt, angeschnallt, im Rettungswagen (RTW) weiterversorgt und ins Krankenhaus transportiert.

Während der Fahrt überwacht man den Patienten und erörtert evtl. weitere Informationen und dokumentiert diese. Das muss ich ebenfalls üben, denn man muss das wichtigste kurz und knapp auf ein Protokoll schreiben. Das ist in der Klinik nützlich, wenn ich die Übergabe an das Klinikpersonal machen muss. Möglichst viele Informationen und wenig Worte um den „Heißen Brei“ herum. smile
So können diese dann schnellstmöglich alles Weitere veranlassen.
So läuft, in der Regel, ein Rettungseinsatz ab.

Damit das Reibungslos verläuft muss ich das ganz oft üben und man lernt mit jedem Einsatz dazu, denn jeder Einsatz ist immer ein bisschen anders. Das macht diesen Beruf für mich sehr interessant! smile

 

Das sind noch einige unserer Fahrzeuge:


               

Der Rettungswagen

 

Der Notfallrucksack zur Atemwegssicherung, Beatmung und Sauerstoffgabe.

 

Der Kreislauf-Rucksack zur Wundversorgung, Diagnostik, Infusionstherapie und Medikamentengabe.

 

Der Gerätewagen-Rettung auch genannt „Disaster Truck“ mit Anhänger.
Dieser wird vorgehalten, falls ein Großschadensereignis mit einer Vielzahl von Verletzten eintritt.
Auf diesem Fahrzeug wird eine Vielzahl an Tragen und Notfallkoffern und weiterem, was in solchen Situationen notwendig sein könnte, vorgehalten.

 

 

Der Hubwagen, zur Rettung aus Flugzeugen. 

 

Der Gelände-Rettungswagen, welcher optimal auf Baustellen eingesetzt werden kann.

 

 

Das Notarzteinsatzfahrzeug. Es ist ähnlich ausgerüstet wie ein Rettungswagen, kann aber keinen Patienten transportieren.

 

    

 

So das war‘s für dieses Mal smile
Der nächste Bericht folgt.

Viele Grüße vom Airport
Jonas

 

 


 

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3 Kommentare zu "Der Rettungsdienst":


1. Katrin

Dienstag, 03. Dezember 2013 um 20:59 Uhr

Danke für den tollen Bericht, schön einen so detailierten Einblick in den Betrieb zu bekommen. Ich hoffe ihr habt jetzt im Winter nicht allzu viele Leute zu retten.


 

2. Julius

Donnerstag, 26. Dezember 2013 um 19:41 Uhr

Hi Jonas,
deine Berichte sind schön zu lesen. Ich hätte eine Frage: Ich mache meine RA Ausbildung derzeit privat und habe nun bereits die ein oder andere Bewerbung für das Anerkennungsjahr verschickt. Wie sieht das bei Fraport aus, werden auch “externe” RaiPs genommen oder nur die selbst ausgebildeten?


 

3. Maike

Montag, 06. Januar 2014 um 9:48 Uhr

Hallo Julius,

freut mich, dass dir die Beiträge gefallen.
Leider können wir aus Kapazitätsgründen keine Stellen für externe Rettungsassistenten im Anerkennungsjahr mehr anbieten. Diese Stellen werden von unseren Azubis besetzt.

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg bei der Ausbildung!

Maike


 



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