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Liebe Leserinnen und Leser,

der erste Eintrag unseres LVM-2014-Azubi-Blogs beginnt gleich am anderen Ende der Nordhalbkugel. Dorthin hat es meine Mitstudentin Mailin und mich für den dritten Betrieblichen Studienabschnitt unseres Luftverkehrsmanagement-Studiums verschlagen. Zwei Tage nach der letzten Klausur des dritten Semesters an der Hochschule hieß es für uns: Ab ins Flugzeug und rein ins Abenteuer!

Die Fraport AG ist Teilhaber des Joint Venture Xi'an Xianyang International Airport Co., Ltd. und entsendet somit immer wieder Mitarbeiter, Azubis und Trainees an den Flughafen in Xi'an. Die chinesischen Mitarbeiter hier warteten bereits auf unsere Mithilfe. Unsere Aufgabe vor Ort besteht darin, mit der Rechtsabteilung und anderen an der Erstellung von Verträgen beteiligten Abteilungen Anforderungen an ein Contract Management System auszuarbeiten. 

Voller großer Erwartungen kamen wir also an unserem neuen Arbeitsplatz, dem Flughafen, an. Bereits die Fahrt vom Flughafen zum Appartement war abenteuerlich, denn in China gelten andere Verkehrsregeln als in Deutschland - frei nach dem Motto: Der Stärkere gewinnt!

Die Betreuung durch einen der beiden deutschen Fraport-Mitarbeiter half uns in den ersten Tagen sehr, uns in unseren neuen Alltag in Asien einzuleben. Viele Dinge laufen hier eindeutig etwas anders als in der Heimat Frankfurt. Wer nicht weiß, an welcher Straßenecke man das Monatsticket für den Flughafenbus bekommt, sucht vergebens... Er stellte uns auch seine chinesischen Kollegen vor, die uns mit offenen Armen empfangen haben.

Nachdem wir uns an den ersten Arbeitstagen in unserem Büro eingerichtet hatten und alle administrativen Herausforderungen gemeistert waren, wurden wir vom zweiten deutschen Fraport-Mitarbeiter, dem Chief Officer Operations, durch den Flughafen geführt. Da er das neue Terminal 3 bereits mitaufgebaut hat, konnte er uns viel über die Entstehung erzählen und hatte auch die eine oder andere Anekdote parat.

Auch unser Projekt nahm bereits in der ersten Woche Formen an. Wir lernten den Leiter der Abteilung für Planung und Entwicklung kennen, der schlussendlich das größte Interesse an unseren Projektergebnissen haben würde. Außerdem wurden wir unserem Projektmanager, dem für die Verträge zuständigen Mitarbeiter der Rechtsabteilung, vorgestellt. Wir konnten uns somit bereits einen ersten Überblick über die bei der Xi’an Xianyang International Airport Co., Ltd. angewandten Prozesse machen, die mit der Erstellung und Verwaltung von Verträgen einhergehen.

Alltägliche Dinge wie die mittaglichen Kantinenbesuche sind bei der Arbeit an einem chinesischen Flughafen natürlich nicht mit den Kantinenbesuchen an der Heimatbasis Frankfurt zu vergleichen. Wenn man allerdings erst einmal die Namen der Gerichte verinnerlicht und die verschiedenen Theken auskundschaftet hat, kann man sich jedoch auch an das chinesische Kantinentreiben gewöhnen. Die handgemachten Nudeln und maultaschenähnlichen „Chautze“ werden wir in Frankfurt bestimmt vermissen.

Doch natürlich besteht unser Leben hier nicht nur aus Arbeit. Die ersten 5 Wochen unseres Aufenthaltes in Xi’an teilten wir mit India, einer Auszubildenden zur Luftverkehrskauffrau. Die ersten Abende verbrachten wir unter Anderem damit, sie und, Xi'an, unsere neue Heimat auf Zeit, besser kennenzulernen.

Ein absolutes Highlight der xianesischen Innenstadt ist definitiv die Muslim Street – eine Straße gefüllt mit Straßenständen, an denen man als Europäer den einen oder anderen Schock erlebt. Besonders im Straßengetümmel waren natürlich dank unserem westlichen Aussehen in einer Provinzstadt wie Xi’an (mit „nur“ rund 9 Millionen Einwohnern) bereits vom ersten Tag an ein wahrer Hingucker. Während wir die Stände und das Essen fotografieren, dienen wir dem einen oder anderen Chinesen selbst auch als Fotomotiv.

Bereits am ersten Wochenende besuchten wir die Sehenswürdigkeit schlechthin rund um Xi’an: Die Terrakottaarmee. Atemberaubend, was man unter der Erde so alles finden kann. Auch Glocken- und Trommelturm im Zentrum Xi'ans wurden bei eisigen Temperaturen bereits an diesem Wochenende erklommen.

Von unserem Betreuer hatten wir bereits bei unserem ersten Treffen in Frankfurt erfahren, dass in China Neujahr nach dem Mondkalender erst im Februar gefeiert wird. Diese Zeit ist für die Einheimischen wie Weihnachten und Silvester zusammen und die einzige lange Aneinanderreihung von Feiertagen. Zwischen zwei 6-Tage-Arbeitswochen (Montag bis Samstag und Sonntag bis Freitag) liegen also einige Tage, in denen wir die Chance haben würden, noch mehr von China zu sehen. Also stiegen wir an Chinesisch „Silvester“ ins Flugzeug und machten uns auf den Weg nach Peking. Die nächsten Highlights des Land des Lächelns die Verbotene Stadt, die Chinesische Mauer und der Sommerpalast konnten wir dort während unserer freien Woche bewundern.

Doch nicht nur die von Ausflügen geprägten freien Tage und Wochenenden bieten jede Menge Abenteuer. Bereits ein einfaches Abendessen in einem chinesischen Restaurant oder ein Einkauf im Supermarkt sind hier von vielen Überraschungen geprägt. Heute ist die Hälfte unseres Aufenthaltes vorbei und noch wird es uns nicht langweilig. In und um Xi’an gibt es für uns immer noch Einiges zu entdecken!

Das Treiben auf der Muslim Street

Unser Besuch auf der Mauer


 

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