Lucie

Lucie ist 18 Jahre alt und macht bei der Fraport AG eine Ausbildung als Luftverkehrskauffrau. Lucie ist eine der Autoren des Azubi-Blogs.

Mehr Informationen über Lucie erhältst du hier.





Hallo liebe Leserinnen und Leser,

 

die letzten Monate waren für mich als Auszubildende zur Luftverkehrskauffrau sehr spannend und vielseitig.

 

Anfang des Jahres startete der erste von insgesamt fünf Schulblöcken an der Berufsschule in Frankfurt. Sieben Wochen lang wurden Fächer zu den Themen Wirtschaft, Sprachen und natürlich Luftverkehr unterrichtet.

 

Nach der Berufsschule ging es für mich für mehrere Wochen ins Rechnungswesen.

Das Rechnungswesen stellt beispielsweise Rechnungen an Luftverkehrsgesellschaften, aber auch an andere Kunden aus.

Alle Airlines, die am Frankfurter Flughafen vertreten sind, sind Kunden der Fraport AG.

Diese müssen unter anderem verschiedene Gebühren oder Leistungen bezahlen, beispielsweise um am Flughafen zu starten oder zu landen oder für die Abfertigung.

Außerdem wird im Rechnungswesen überwacht, dass alle Rechnungen rechtzeitig und vollständig bezahlt werden.

Die Fraport stellt nicht nur selbst Rechnungen aus, sondern erhält natürlich auch welche, auch die Verarbeitung von zum Beispiel Lieferantenrechnungen gehört zu den Aufgaben. 

Außerdem verantwortet das Rechnungswesen die buchhalterische Verwaltung des Anlagebestandes des Frankfurter Flughafen und ist verantwortlich für die zahlenmäßige Erfassung des operativen Geschäfts der Fraport sowie für die Zusammenfassung aller Finanzdaten des Fraport Konzerns.

In meinem Durchlauf bekam ich viele Eindrücke rund um die Prozesse des Rechnungswesens.

 

Wir "Luftis" nahmen die letzten Monate an zahlreiche Schulungen und Seminaren, darunter ein Passage-Lehrgang, einem Servicebotschafter-Seminar, Konfliktmanagement-Schulung oder an einem Fracht-Lehrgang teil.

 


Wir "Luftis" bei einer Führung durch das Perishable Center, wo verderbliche Güter wie Gemüse, Fleisch oder Medikamente zwischengelagert werden.

 

 

Mitte Mai hieß es für uns Luftverkehrskaufleute zum zweiten Mal lernen in der Berufsschule.

 

Im Sommer war ich bei Air Canada in der Passage.

Die Luftverkehrsgesellschaft ist einer von vielen Kooperationspartner der Fraport Berufsausbildung und gibt einen umfangreichen Einblick in die Abläufe in der Passage.

Zur Passage gehört unter anderem der Check-In von Fluggästen, Tätigkeiten am Gate sowie das Ticketing, dort werden zum Beispiel Umbuchungen vorgenommen.

Air Canada fliegt im Sommerflugplan sechs Mal am Tag in große kanadische Städte wie Toronto, Vancouver oder Calgary.

Ich lernte die Aufgaben eines Check-In Agenten kennen und habe selbst Fluggäste beim Einchecken am Kiosk unterstützt (Self Check-In). Außerdem konnte ich in die Tätigkeiten am Gate einblicken und habe viele Inhalte aus Schulungen und Lehrgängen wiedergefunden.

Wenn ein Flieger mit Fluggästen in Frankfurt ankam, empfing ich diese und teilte ihnen den Ausgang zur Gepäckausgabe, die Gates der Anschlussflüge oder eventuelle Umbuchungen mit.

Ich habe mich bei Air Canda sehr wohl gefühlt, die Kollegen waren herzlich und aufgeschlossen und ich habe mir ein gutes Wissen zu den Abläufen in der Passage angeeignet.

 

Eine Boeing der Air Canada in alter Lackierung

 

 

Momentan bin ich bei den Bodenverkehrsdiensten im operativen Controlling eingesetzt. Der Bereich ist die wirtschaftliche Steuerung der Bodenverkehrsdienste und ist unter anderem zuständig für die Bearbeitung von Erlösthemen zu den Geschäftsfeldern Rampe- und Passagier-Services und der zentralen Infrastruktur. Außerdem werden dort Personal- und Sachaufwände für den Bereich bearbeitet.

 

Ab Ende Oktober bis Ende Dezember besuchen wir "Luftis" wieder die Berufsschule für den dritten Schulblock.

 

Das waren Einblicke aus den letzten Monaten meines Azubi-Alltags bei Fraport, ich hoffe Euch gefällt der Eintrag.

 

Ich wünsche Euch eine schöne Zeit,

 

bis bald und liebe Grüße

 

Lucie


0 Kommentare{trackback_total} TrackbacksPermalink

 


Liebe Leserinnen und Leser,

 

ich heiße Lucie, bin 18 Jahre alt und habe im September 2016 meine Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau bei der Fraport AG begonnen.

 

Nun bin ich schon einige Wochen im Unternehmen und habe viel über meine erste Zeit zu berichten.

 

Nach den Einführungstagen und der gemeinsamen Fahrt aller Auszubildenden und Ausbildungsverantwortlichen auf die Ronneburg und den ersten Lehrgängen, ging es für uns Luftverkehrskauffleute zum ersten Mal in die Abteilungen.

 

Meine erste Abteilung war der Flugbetrieb, genauer gesagt die Vorfeldaufsicht und Follow-Me-Services.

 

 

Dieser Bereich ist unter anderem für das Einlotsen, Einwiesen und Abstellen von Flugzeugen und für die Überwachung der Verkehrsregeln auf dem Vorfeld zuständig. Außerdem führen sie Brandschutz- und Ausweiskontrollen auf dem Vorfeld durch. Das Begleiten und Absichern von Schlepp- und Anlassvorgänge bei Flugzeugen gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. Damit die Mitarbeiter genau wissen, wo sie sich am Flughafen befinden und wo die einzelnen "Parkplätze" der Flugzeuge sind, liegt in jedem Follow-Me Fahrzeug ein Positionen-Handbuch bereit. Da die Handbücher veraltet waren, war es meine Aufgabe alle Positionen in einem bestimmten Programm rauszusuchen, auszudrucken und die Positionen-Handbücher für jedes Einsatzfahrzeug zu erneuern. Ich durfte außerdem oft mit den Follow-Me mitfahren und habe gute Einblicke in das tägliche Arbeitsumfeld bekommen.

 

    

Follow-Me Einsatzfahrzeuge

 

Nach drei Wochen im Flugbetrieb ging es für mich zum Vergabemanagement, das zum Bereich Zentraler Einkauf und Bauvergabe gehört. Das Vergabemanagement ist das zentrale Vergabebüro der Fraport AG und zuständig für die elektronische Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen und Bauinstandhaltungsleistungen, sowie Einkaufs- und Planerleistungen, welche europaweit ausgeschrieben werden. Durch das Vergabemanagement wird sichergestellt, dass alle Bauvorhaben sowie europaweiten Planungs-, Dienst- und Lieferleistungen am Flughafen ordungsgemäß ausgeschrieben werden und zum Beispiel ein Bauauftrag am Flughafen Frankfurt in einem fairen und rechtmäßigen Prozess vergeben wird. Während meines Ducrhlaufes lernte ich die Prozessabläufe für die Ausschreibung von Bauvorhaben kennen und konnte selbstständig im Tagesgeschäft mitarbeiten. Zu meinen Aufgaben gehörten beispielsweise das Anlegen von Ausschreibungen auf verschiedenen Plattformen und deren Veröffentlichung. Außerdem war ich Protokollantin bei der Angebotsöffnung und prüfte Angebote rechnerisch.

 

Mitte November besuchten wir "Luftis" dann eine Woche lang einen Flight-Operations Lehrgang. In dem Lehrgang lernten wir die Grundlagen der Navigation im Luftverkehr kennen und lernten Navigationskarten lesen. Grundlagen der Flugwetterkunde standen auf dem Lehr-Programm, dabei entschlüsselten wir Wettermeldungen und erfuhren wetterbedingte Fluggefahren. Außerdem nahmen wir die Organisation der Luftfahrt durch. Wir lernten die Grundlagen der Flugdurchführungsplanung kennen und erstellten selbst einen Flugplan mit relevanten Daten wie die Streckenführung, die Flugzeitberechnung und die Kraftstoffmengenberechnung. Besondere Erlebnisse während des Lehrgangs waren unsere Exkursionen zum Flugsimulator, zur Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes am Flughafen Frankfurt und die Besichtigung einer Boeing 737, wo wir zur Probe einen Flugplan in das Flight-Management System eingeben durften.

 

In meinem jetzigen Ausbildungsbereich bei den Bodenverkehrsdiensten finde ich viele Inhalte aus den Lehrgängen wieder und habe durch unsere Lehrgänge schon gute Kenntnisse. Momentan lerne ich die Tätigkeiten eines Ramp Agenten kennen. Die Ramp Agenten arbeiten auf dem Vorfeld und sind die Ansprechpartner der Gepäckabfertigung, der Crew im Flugzeug und der Mitarbeiter am Gate und der Airlines. Sie kontrollieren die Be- und Ausladung von Fracht und Gepäck, kommunizieren mit Airlines und Stationen, stellen der Crew Flugdokumente bereit und nehmen diese auch wieder entgegen. Sie leisten außerdem den Walk-Out Assistance, dabei kommuninizieren sie mit dem Flugkapitän während des Schleppvorgangs. Ich durfte in meinem Durchlauf auch schon kontrollieren, ob die Container und Paletten für einen rausgehenden Flug vollständig sind. Die Ramp Agenten arbeiten im Schichtdienst, sodass ich ebenfalls für vier Wochen in einer festen Schicht mitarbeite. Die Schichtarbeit ist eine ganz neue Erfahrung für mich und ich finde es gut, da wir Luftverkehrskaufleute so einen genauen Eindruck von der Arbeit bei den Bodenverkehrsdiensten und der eines Ramp Agenten erhalten. Die letzten beiden Tagen meines Durchlaufes in der Abteilung werde ich bei den Load Controllern verbringen, diese erstellen Ladepläne für Flugzeuge.

 

Das waren meine ersten Wochen bei der Fraport AG und ich hoffe, dass ich Euch einen guten Einblick in die Ausbildung geben konnte.

 

Ich wünsche Euch schöne Weihnachten und freue mich, wenn Ihr auch meinen nächsten Eintrag lest.

 

Bis bald und liebe Grüße

 

Eure

 

Lucie


0 Kommentare{trackback_total} TrackbacksPermalink