Marco

Marco ist 19 Jahre alt und macht bei der Fraport AG eine Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann. Marco ist einer der Autoren des Azubi-Blogs.

Mehr Informationen über Marco erhältst du hier.





Hey ihr Lieben,

nach meinem letzten Blog-Eintrag ist viel Zeit vergangen.

Ich hatte meinen Durchlauf bei den Bodenverkehrsdiensten und unterstützte die Ramp Agenten den ganzen Tag. Es war ziemlich interessant, weil man direkt mitten im Geschehen auf dem Vorfeld war! Meine grundlegende Arbeit war es, die Abfertigung eines Flugzeuges zu koordinieren und kontrollieren. Dazu gehören viel mehr Dinge, als man im ersten Moment denkt! An folgendem Beispiel erkläre ich euch den Ablauf einer ankommenden Maschine, die sich nach kurzer Bodenzeit wieder auf den Weg macht, um die nächsten Passagiere in die nächste Destination zu fliegen.

Sobald das Flugzeug auf die Position rollt, müssen wir Ramp Agenten schon vor Ort sein, da wir normalerweise bereits hier schon die Fracht für den Weiterflug überprüfen. Sobald die Maschine "on-block" geht, wird der Entladevorgang kontrolliert und darauf geachtet, ob alles richtig verläuft. Sind die Gepäckcontainer während des Fluges beschädigt worden, ist die gesamte Ladecrew auf Position, benötigt ein Passagier bestimmte Hilfe beim Aussteigen, etc. Außerdem wird direkt geschaut, ob das Cleaning-Team und das Catering vor Ort sind, denn sobald alle Passagiere die Maschine verlassen haben, haben die Kollegen manchmal nur 20 Minuten Zeit um das Flugzeug wieder komplett neu herzurichten, zu säubern und mit neuen Speisen und Getränken zu versorgen. Nebenbei muss auch darauf geachtet werden, ob der Tankvorgang bereits läuft und das Ab- und Frischwasser schon abgepumpt, bzw. eingepumpt wurde. Während dieser ganze Service reibungslos abläuft, begibt man sich runter auf das Vorfeld um hier nach den rechten Dingen zu sehen. Wurde das alte Gepäck abgeholt? Ist das neue schon hier? Wurde die Fracht bereits verladen? Alle diese Fragen werden geklärt, da ihr durchgehend mit eurem Lademeister im Kontakt seid um potentielle Unstimmigkeiten zu umgehen. Da nun unten auf dem Vorfeld auch alles korrekt abläuft, begebt ihr euch wieder nach oben zur Passage und befragt die Mitarbeiter über die gebuchten Passagiere, wie viele Leute in welcher Klasse fliegen und ob es Besonderheiten wie Rollstühle, Kinderwägen, etc. gibt. Denn diese Infos braucht ihr, da ihr hier im Anschluss wieder in die Maschine geht und der Crew davon berichten werdet. Währenddessen kontrolliert ihr, ob die Flugzeugkabine fertig gesäubert wurde und ob alles frisch verladen wurde. Falls dies der Fall ist, fragt ihr die Crew, ob man mit dem Boarding beginnen kann, um die geplante Abflugszeit einzuhalten. Wenn die Passagiere nun geboardet werden, begebt ihr euch wieder auf das Vorfeld und achtet darauf, dass alle Koffer und Besonderheiten wie Rollstühle oder Kinderwägen korrekt verladen werden und die Frachttüren geschlossen werden.

In diesem Durchlauf fand ich besonders den Einblick in die flughafenspezifischen Prozesse sehr interessant. Man hat das Geschehen von Anfang bis Ende begleitet und war selbst zu 100% involviert. Außerdem konnte man viele Kontakte mit den Ladecrews, den Airlinevertretern und sogar der Crew knüpfen.

Airbus A350 von Qatar Airways
Airbus A350 von Qatar Airways, täglich 2x nach Doha


Hier wurde gerade ein A380 von Emirates aus Dubai ent- und beladen.


First Class bei Emirates - ein Privileg, das man als normaler Passagier nicht haben würde


Boeing 777 der All Nippon Airways nach Tokyo

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick zu den Bodenverkehrsdiensten übermitteln. Falls ihr irgendwelche Fragen zur Tätigkeit an sich, zur Ausbildung oder zum Flughafen habt, schreibt mir einfach ein Kommentar. grin

Die nächste Zeit werde ich wieder administrativ im Investmentcontrolling eingesetzt und passend zum Sommer werde ich die Kollegen bei Fraport Passenger Services beim Check-In unterstützen.
Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit! grin

Liebe Grüße

Marco


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Hallo liebe Leserinnen und Leser,

seit meinem letzten Eintrag ist einige Zeit vergangen. Ich habe viel erlebt und auch viel gelernt!
Wir "Luftis" hatten unseren ersten Schulblock in der Julius-Leber-Schule in Frankfurt und im Anschluss durchliefen wir eine interne dreiwöchige Seminarwoche, in der wir viele verschiedene Dinge gelernt haben.
Lucie wird euch in ihrem nächsten Blog mehr davon berichten und die erlebten Ereignisse wiedergeben.

Ich möchte euch heute von der Vorfeldaufsicht und dem VIP-Service berichten.

Zunächst mal eine kurze Erklärung, was die Vorfeldaufsicht ist und welche Aufgaben sie behandelt:
Die sogenannten "Apron Controller" erledigen den gleichen Job wie die Fluglotsen im Tower der Deutschen Flugsicherung (DFS) - jedoch gibt es einen Unterschied: Wenn sich das Flugzeug noch in der Luft befindet, liegt es unter der Leitung der DFS. Sobald es jedoch den Boden berührt, übernimmt unsere Vorfeldaufsicht die Lotsung.
Das ist zum Beispiel eine Aufgabe des Apron Controllers, das sogenannte "taxyway control". Der Mitarbeiter nimmt Kontakt zu den Piloten auf, die entweder gerade gelandet sind oder bald starten werden. Danach lotst er sie über die Rollwege auf die richtige Position, bzw. Startbahn.

Eine weitere Aufgabe ist das "pushback control". Hier steht der Lotse mit den Pushback-Fahrern am Boden in ständigem Funkverkehr. Sobald ein Pilot alle Start-Check-Listen durchgegangen ist und die Türen geschlossen sind, funkt er den Tower an und bittet um einen Pushback - denn wie wir alle wissen, können Flugzeuge nicht rückwärts fahren wink. Der Tower gibt dann dem "Pusher" das Signal, dass er mit dem pushen beginnen kann und das Flugzeug aus der Position drücken kann.
Außerdem werden viele Flugzeuge die aktuell nicht benötigt werden auf der Südseite des Flughafens geparkt. Die Flieger werden mit Hilfe eines Pushback-Fahrzeuges dorthin gezogen. Dies ist für die Airlines um einiges billiger, denn somit sparen sie das Kerosin und Personalkosten, da keine Triebwerke eingeschaltet sind und da kein Pilot in der Maschine sitzt.

Außerdem gibt es noch einen Apron Controller, der in ständigem Funkverkehr mit den Follow-Me-Fahrzeugen ist. Diese lotsen Flugzeuge oder Schlepper-Fahrer am Boden. Genaueres über die Aufgaben eines Follow-Me könnt ihr in Lucies letztem Eintrag lesen.

Hier seht ihr ein paar Eindrücke aus dem Kontrollturm Ost

mit Blick auf Gatehof C und B
Aussicht auf den Innenhof der Positionen C und B


Aussicht Richtung Terminal 2 Halle D
 

Nun berichte ich euch noch etwas vom VIP-Service, beziehungsweise der neuen VIP-Lounge in B.

Die Lounge ist offiziell seit Januar diesen Jahres geöffent. Sie gibt den Passagieren ein exlusiven Rückzugsort, an dem man sich vor seinem Flug noch mal richtig entspannen und verwöhnen lassen kann. Auf einer Größe von 1.300 Quadratmetern finden die Gäste ihre Ruhe.

Hier seht ihr einen kleinen Einblick in die neue Lounge:

Für die Lounge wurde neuer Imagefilm von Starfotograph und Regisseur Mayk Azzato gedreht. In der Hauptrolle spielten Hollywoodschauspieler Ray Stevenson, der aus mehren Filmen wie Transporter, Die drei Muskettiere, Dexter, etc. bekannt ist und der deutsche Schauspieler Ralf Bauer.
Natürlich muss man die Premiere eines solchen Werkes stolz feiern - und genau das tat wir!
Wir Luftis durfen den VIP-Service bei der Premiere unterstützen!

Geladen waren prominente Gäste, wie Dschungelkönig Marc Terenzi, Germanys Next Topmodel Hana Nitsche und Yvonne Schroeder und Stardesigner Andre Borchers.
Die Gäste wurden im daVinci Haus empfangen und danach mit Bussen über das Vorfeld begleitet. Denn genau hier fand die Präsentation des neuen Filmes statt.
Auf der Position B42 wurde der Film "The Lounge" auf einer 30 Quadratmeter großen LED-Leinwand gezeigt - im Hintergrund lief der normale Flughafenbetrieb weiter! Eine atemberaubende Atmosphäre.


daVinci Haus im Südosten des Flughafens (nähe Luftbrückendenkmal)


v. links: Ralf Bauer, Mayk Azzato, Ray Stevenson - Quelle: http://vip.frankfurt-airport.com/de/presse/


Die Tribüne für die geladenen Gäste auf Position B42 - Quelle: http://vip.frankfurt-airport.com/de/presse/


Spektakulär und ebenso glamourös ging es danach weiter. Die Gäste wurden in die neu eröffnete Lounge eingeladen, um sich mit den neuen Räumlichkeiten vertraut zu machen. 
Mein persönliches Highlight am Abend war die Live-Musik - gemixt von dem Schweizer House-Dj Mike Candys. Die Gäste feierten bis spät in den Abend und genossen ihre Zeit in unserer neuen Lounge.

Hier seht ihr den Image-Film.


v. links: Yvonne Schröder, Anastassija Makarenko und Hana Nitsche (alle Models)
Quelle: http://www.bild.de/regional/frankfurt/model/frauen-power-in-frankfurt-50878970.bild.html


Dschungelkönig Marc Terenzi mit Moderatorin Anke Seeling
Quelle: http://www.bild.de/regional/frankfurt/model/frauen-power-in-frankfurt-50878970.bild.html


Wie ihr seht, ist die Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann ziemlich interessant.
Am einen Tag befindet ihr euch am Check-In-Schalter und wünscht dem Passagier einen schönen Flug, am anderen Tag seid ihr auf dem Vorfeld eingesetzt und fertigt den Flieger ab und am dritten Tag sitzt ihr neben einem Hollywoodschauspieler, dem Dschungelkönig und anderen Promis auf der Couch und quatscht über den Alltag.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Welt geben!
Falls ihr Fragen habt, könnt ihr sie gerne in den Kommentaren stellen.

Ich werde mich nach meinem Einsatz bei den Ground-Services wieder melden und euch mit genügend Bildern versorgen!

Liebe Grüße

Marco


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Hallo liebe Leser und Leserinnen,

bevor ich euch von meinen Eindrücken berichte, stelle ich mich erstmal vor: mein Name ist Marco, ich bin 19 Jahre alt und habe im September 2016 die Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann bei der Fraport AG begonnen.

Doch ich bin nur einer von vielen!
Die Fraport AG hat in diesem Jahr 104 neue Azubis in 23 verschiedenen Ausbildungs- und Studienberufen eingestellt. 

Hier seht ihr alle neuen Auszubildenden von 2016
Hier seht ihr alle neuen Auszubildenden von 2016
 

Nach den ersten zwei Arbeitstagen, an denen uns das Unternehmen genauer vorgestellt wurde, hieß es nach dem Wochenende: Abfahrt auf die Ronneburg!
Das Programm war super organisiert. Neben verschiedenen Seminaren und Sportabenden gab es auch den berühmtberüchtigten Abschlussabend, an dem viele Mitarbeiter der Fraport AG eingeladen waren. Selbst der Arbeitsdirektor, Michael Müller, ließ sich die Veranstaltung nicht entgehen. 
In unserer Freizeit hatten wir die Chance einige Kollegen der anderen Berufsgruppen kennen zu lernen.


Das war eine kleine Bühnenshow von uns Luftis
 

Nach der erfolgreichen Kennenlernwoche auf der Ronneburg hatten wir "Luftis" einen EDV-Lehrgang und einen Ground-Handling-Lehrgang, wobei wir das erste Mal mit unseren zukünftigen Tätigkeiten in Verbindung gebracht wurden. Wir besichtigten das Vorfeld, die Gepäckabfertigung und schauten uns die Beladung einer MD-11 der Lufthansa und eine Boeing 777 der Korean Air an.


Das einzige Flugzeug in Frankfurt mit drei Triebwerken


Das wunderschöne Cockpit!
Das Cockpit einer McDonnell Douglas MD-11


Nun durfte jeder die Reise in seine erste Abteilung antreten.
Ich konnte das Gesundheitsmanagement für vier Wochen unterstützen, wobei ich verschiedene Projekte mitorganisieren und durchführen durfte. Beginnend bei berufsspezifischen Gesundheitsworkshops bis hin zum Azubi-Sicherheitstag, an dem ich dann natürlich auch selbst teilnahm.

Die vier Wochen vergingen wie im Flug und somit stand bereits die zweite Abteilung für mich an.
Ich durfte verschiedene operative Bereiche von FTU (Flug- und Terminalbetrieb, Unternehmenssicherheit) besuchen und die Mitarbeiter tatkräftig unterstützen.

Am ersten Tag konnte ich in das Reinigungsmanagement im Terminal einblicken. Alle Passagiere sollen sich am Frankfurter Flughafen wohlfühlen und hierfür muss natürlich die Sauberkeit gegeben sein! Meine Kollegin und ich sind die Passagierflächen abgelaufen und haben die wenigen Unsäuberlichkeiten sofort gemeldet, sodass die Flächen schnellstmöglich gereinigt werden.

In den nächsten Tagen begleitete ich den Follow-Me, der die Flugzeuge sicher lotst, einweist, abstellt und für die Überwachung der Verkehrsregeln auf dem Vorfeld zuständig ist. Außerdem durfte ich einen Einblick in das FCC (Fraport Communication Center) werfen, wo alle Anrufe die den Flughafen betreffen bearbeitet werden.
Da unser Flughafen sehr groß ist, gibt es auch viele Passagiere, die ahnungslos im Terminal ihren Check-In Schalter oder Sonstiges suchen. Hierfür gibt es verschiedene Informationsschalter in den Terminals verteilt, die den Passagieren für Fragen zur Verfügung stehen. Hier durfte ich ebenfalls mitwirken und schilderte einer netten, älteren Dame den Weg zu ihrem Gate, sodass sie noch pünktlich an Board gehen konnte um ihren Sohn in Dubai zu besuchen - passend zu unserem Leitbild: Gute Reise - wir sorgen dafür!

Hier seht ihr einen der schönsten Flugzeuge in Frankfurt: Die neue Boeing 747-8i von der Lufthansa
Die neue Boeing 747-8i von der Lufthansa



Mein persönliches Highlight in der Woche war der Einblick in die Verkehrsdatenzentrale, auch bekannt als ACDC (Airside Coordination and Data Center). Hier überwachte ich mit meinen Kollegen den Tagesablauf am Flughafen. Gehen die Flieger pünktlich raus? Ist die Parkposition frei? Falls es zu Verspätungen kommen sollte, muss für das ankommende Flugzeug sofort ein neuer Parkplatz gesucht werden, der natürlich auch abhängig von der Fluggesellschaft, dem Flugzeugtyp und der Flugzeuggröße ist. Neben der Bearbeitung von relevanten Flugplan-, Flugbetriebs- und Flugverlaufsdaten, durfte ich auch die Funksprüche zwischen dem Tower und der Piloten mithören.

Das ist die Aussicht in den Westen vom Flughafen mit Flugsteig A
Das ist die Aussicht in den Westen vom Flughafen mit Flugsteig A


Wie ihr seht, wird es mir am Flughafen auf keinen Fall langweilig!
Jeder Tag ist neu und abwechslungsreich und ich kann euch Eines versichern - die Faszination am Flughafen werdet ihr niemals verlieren!

Falls ihr Fragen habt, könnt ihr sie gerne stellen!
Ansonsten hoffe ich, dass ich euch einen kleinen Einblick in meinen Alltag geben konnte und freue mich schon auf meinen nächsten Blogeintrag für euch!

Luftige Grüße

Euer Marco


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