Kristina - Luftverkehrskauffrau

Kristina - Luftverkehrskauffrau ist 21 Jahre alt und macht bei der Fraport AG eine Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau. Sie ist einer der Autoren des Azubi-Blogs.

Mehr Informationen über Kristina - Luftverkehrskauffrau erhältst du hier.





Nach langer Zeit melde ich mich hiermit in meinem Blog zurück.

Allerdings wird dies auch der letzte Eintrag von mir sein, da sich meine Ausbildung dem Ende neigt und im Januar abgeschlossen ist.

In den letzten Monaten ist viel Spannendes am Flughafen passiert.

Nach dem Weihnachtsurlaub begann meine Arbeit wieder. Allerdings nicht in Frankfurt am Flughafen, sondern auf dem Flughafen Frankfurt Hahn.

Für jeden Auszubildenden unseres Berufes ist ein Praktikum bei der früheren Beteiligung der Fraport vorgesehen. Untergebracht waren wir in sehr interessanten Wohnung, die sich direkt am Flughafen befinden und noch aus Zeiten stammen, in denen die US Army dort stationiert war. Man muss aber sagen, dass sie trotzdem noch gut in Schuss waren.

Das Praktikum dauerte 2 Wochen und diente vor allem dazu, dass wir den ganzen Flughafenprozess anhand eines kleineren Flughafens besser verstehen lernen.

Es waren wirklich interessante 2 Wochen, da wir fast jeden Tag in einem anderen Bereich eingesetzt wurden und somit nahezu alles mitbekamen. Ganz besonders faszinierend fand ich die Flughafen Feuerwehr und den Tower.

Nach diesen 2 Wochen war ich wieder bei Fraport eingesetzt und zwar bei CFR, der Buchhaltungsabteilung. Ich muss zugeben, dass ich nicht mit besonders viel Vorfreude in diese Abteilung gegangen bin, allerdings wurde ich überrascht und ich habe in der Mandantenbuchhaltung, dem Bereich, in dem ich eingesetzt war, sehr viel mitbekommen und gelernt. Zwar gab es auch Tage, an denen ich ausschließlich mit der Eingabe von Rechnung beschäftigt war, aber auch andere, wo ich wirklich viel erklärt bekommen habe.

Die Mandantenbuchhaltung beschäftigt sich mit der Abrechnung/Bezahlung der Lieferanten der Tochterunternehmen, wie z. B. des ACS, Airport Cater Service.

Die meisten Rechnungen, die ich bearbeiten musste waren an ACS adressiert und ich musste wirklich darüber staunen, woher unser Kantinenessen so kommt und wie oft geliefert wird.

Das Essen kommt ausschließlich aus der Region und wird vollkommen frisch geliefert, was für die Qualität des Essens maßgeblich ist.

Nach meinem Einsatz bei CFR folgte die vorletzte Berufsschulphase, die eigentlich wie immer ablief. Hier und da gibt es mal etwas Interessantes oder Lustiges, aber Schule ist eben lange nicht so spannend, wie der tägliche Arbeitstag im Betrieb.

An den Berufsschulblock schloss sich unser „großes“ Auslandspraktikum an.

Für Bettina, meine Kollegin, und mich ging es als erste Gruppe ins Ausland und zwar nach Kairo.

Wir sind mit durchaus gemischten Gefühlen im Mai ins Flugzeug gestiegen und waren uns absolut nicht sicher, was uns dort erwartet, da niemand von unseren direkten Kollegen vorher dort war.

Wir hatten lediglich die Information, dass es dort Internet gibt (sehr wichtig!!! J).

Als wir in Kairo ankamen wurden wir direkt am Flugzeug abgeholt und in eine Lounge gebracht. Man hatte uns den „Exclusive Service“ organisiert, was auf uns einen wirklich guten Eindruck machte. Die Flughafenangestellten erledigten unsere Visumserteilung und besorgten auch schon unser Gepäck, sodass wir nur noch von dem Fahrer des Geschäftsführer der Fraport Egypt Branch abgeholt und in unsere Wohnung gebracht werden mussten.

Als wir so durch Kairo fuhren, sahen wir erstmals, was wir uns insgeheim gedacht, aber nicht wahrhaben wollten. Die Stadt ist wirklich nicht schön anzusehen und für uns, die an den westlichen Standard gewöhnt sind, geradezu unterentwickelt. Zumindest beim ersten Eindruck.

Unsere Wohnung war zwar sehr spartanisch eingerichtet, aber dennoch so, dass man es 4 Wochen aushalten konnte.

Wir haben auch schnell Anschluss dort finden können und jeder stand uns mit Rat und Tat zur Seite.

Als wir das erste Mal an unseren Arbeitsplatz am Flughafen kamen, bekamen wir schon langsam mit, wie man in Ägypten so den Tag verbringt.

Meist dauerte alles nämlich viiiel länger, als wir es gewohnt waren. Diese Lebensart war aber für uns aber auch mal ganz angenehm. Eben so ganz anders, als in Deutschland. Ein Ägypter fragt erstmal, ob du etwas trinken möchtest und erzählt auch sonst noch ein bisschen aus seinem Leben, bis er dann zum geschäftlichen kommt. 

Leider fiel es uns dadurch sehr schwer zu arbeiten, da es allein 2 ½ Wochen brauchte, bis wir unseren Flughafenausweis bekamen.

Was zu sagen ist, dass die Ägypter wirklich ein sehr herzliches und hilfsbereites Volk sind und wir mit all unseren Fragen zu ihnen kommen konnten.

Ob es ein Ausflug an das rote Meer oder andere Sightseeing – Unternehmungen waren, alle halfen, wo sie nur konnten.

Wir haben in den 4 Wochen sehr viel erlebt, sei es der McDonalds – Lieferservice oder die verwunderten Blicke darüber, dass wir nicht verschleiert waren, alles war eine Erfahrung wert.

Wieder zurück in Deutschland war ich bei den Bodenverkehrsdiensten, um genau zu sein den Flugzeugschleppern eingesetzt. Ich muss sagen, dass das eine meiner interessantesten Abteilungen war, da ich nicht nur im Büro arbeiten konnte, sondern auch draußen im Flugzeugschlepper mitfahren durfte.

Außerdem wurde ich mit der Aufgabe der Koordination der Hospitanz – Tage für die Disponenten von verschiedenen Abteilungen betraut, was mir wirklich Spaß gemacht hat, weil ich Verantwortung übernehmen und eigenständig arbeiten durfte.

Nun nach meinem Sommerurlaub stecke ich mitten in der Prüfungsvorbereitung für die Abschlussprüfung im November. Wir haben zwar im Moment auch noch den letzten Berufsschulblock, aber das ist ja nicht der Rede wert. Eigentlich konzentriert sich bei uns, auch in der Schule, nur noch alles auf die bevorstehende Prüfung, die wir hoffentlich alle perfekt bestehen. J

 


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Hallo zusammen,

nach wirklich ziemlich langer Pause, erscheine ich wieder mal auf der Bildfläche.

In den letzten Wochen hatte ich 4 Wochen Urlaub, in denen ich nicht wirklich Stoff hatte, um diesen Blog interessant zu füllen smile

Allerdings war ich bereits vor meinem Urlaub für 2 Wochen für ein Praktikum in Wien eingesetzt. Die Grundidee dessen war eigentlich, dass wir Azubis die Angestellten der Bodenverkehrsdienste der Fraport Austria am Wiener Flughafen Schwechat, während der Sommerspitze unterstützen sollten. Wir waren immer zu dritt dort und jeder wurde für ein anderes Aufgabengebiet eingeteilt.

Ich war, wie sollte es auch anders sein, am Checkin. smile Die ersten zwei Tage dienten allerdings vorerst nur als Orientierungsphase, da wir uns zuerst einmal am Flughafen zurecht finden sollten, um auch anschließend effektiv und schnell arbeiten zu können. Der zweite Tag spielte sich für mich auf dem Wiener Beton (Vorfeld) bei Operations ab. Dort passierte mir natürlich direkt eine wirkliche Dummheit. Irgendwie bin ich auf der Fluggastbrücke gestolpert und habe mir das komplette Knie aufgeschlagen. Allerdings hatte ich Glück und es war nicht weiter schlimm, so dass ich weiter eingesetzt werden konnte. Nur eben nicht mehr auf dem Vorfeld smile.

Da man in Wien mit anderen Systemen arbeitet als in Frankfurt, war somit meine erste Tat, mir das dortige System Codeco beizubringen, was auch ziemlich gut geklappt hat. Ich konnte dann 8 Tage gut mitarbeiten und die Kollegen dort unterstützen.

Meine beiden Kollegen waren ebenfalls eine gute Hilfe bei der Gepäckermittlung und an den Self-Service Countern der British Airways.

Im Großen und Ganzen war das Praktikum eine interessante Erfahrung für uns, da der Wiener Flughafen doch weitaus kleinere Ausmaße annimmt, als der Frankfurter Flughafen.

 

Die letzten beiden Wochen hatte unsere Gruppe dann Cargo-Lehrgang. Einer der vielen Lehrgänge, die wir hier bei Fraport bekommen. Der Grundgedanke ist, dass wir uns schon einmal auf den Abteilungsdurchlauf in der Fracht vorbereiten, aber auch, dass wir die Kenntnisse vermittelt bekommen, die wir bei unserer Abschlussprüfung benötigen.

 

Für die nächsten 4 Wochen werde ich jetzt bei FBA-AT3 sein. Diese Abteilung ist vorrangig für den Terminalbetrieb zuständig. Mein Ausbilder kümmert sich um alle Passagieranlagen, d.h. Fahrstühle und Rolltreppen, die es so am Flughafen gibt. Man kann sich vorstellen, dass das eine Menge sind.

Ich unterstütze ihn in den nächsten Wochen dahingehend, dass ich Ersatzverfahren entwickle, für den Fall, dass ein Aufzug ausfällt. Die Problematik stellt sich dann so dar, dass oftmals Passagiere mit eingeschränkter Mobilität, E-Wagen, aber auch Lieferanten- und Reinigungsfahrzeuge, die auf einen bestimmten Aufzug angewiesen sind, keinerlei Möglichkeit haben, die verschiedenen Ebenen zu überbrücken. Dafür muss es dann Verfahren geben, die es ermöglichen, Sondergenehmigungen zu bekommen, um andere, sonst nicht passierbare Wege zu begehen.

Wenn meine Arbeit damit etwas fortgeschritten ist, werde ich wieder darüber berichten. smile

 


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Hello again,

nun ist schon wieder eine Woche vergangen seit meinem letzten Bericht.

Ich war die letzten drei Tage nicht "auf der Rampe", sondern bei Loadcontrol. Dort werden die Ladepläne für die Flugzeuge erstellt und es wird geprüft, ob sich das Flugzeug im Trim befindet und somit ohne Gefahr starten und Lande kann.
Anfangs hörte sich das alles nicht sonderlich spannend an. Ich habe mir gedacht: "Hmm, Ladepläne machen...kann ja nicht so anspruchsvoll oder schwierig sein." In den letzten drei Tagen habe ich allerdings gemerkt, dass es durchaus mit einer sehr großen Verantwortung verbunden ist und keineswegs anspruchslos ist.
Jede Airline hat ihr ganz eigenes System, um solche Ladepläne zu erstellen, was damit verbunden ist, dass der Loadcontroller für jede Airline und teilweise auch für die einzelnen Flugzeugtypen eine separate Lizenz machen muss. Anderenfalls ist er nicht berechtigt die Ladepläne zu erstellen.
Die verschiedenen Loadcontroller haben von 10 bis zu 30 verschiedene Lizenzen, was ein enormes Fachwissen vermuten lässt und genau das habe ich auch dort erfahren.
Natürlich ist es schwer in nur drei Tagen all das einem völligen Neuling wie mir zu vermitteln, aber ich muss sagen, dass sich mein Ausbilder vor Ort, unheimlich viel Mühe gegeben hat, damit ich nicht nur dabei sitze. Das bedeutet für ihn natürlich auch, dass er die Verantwortung für meine Fehler übernehmen muss. Demnach war er ständig dabei...verständlich, denn ich habe keine einziger Lizenz.

Morgen geht es zu Communications. Dort laufen die Telexe ein und diese werden auch dort geschrieben. Telexe sind interne Nachrichten in einem eigenen System. In diesen Telexen werden alle Bewegungen der Flugzeuge am Abflughafen und Besonderheiten verfasst und an den jeweiligen Zielflughafen geschickt.

Danach geht es wieder für den Rest der Woche zu den Ramp-Agenten, bis ich dann am 3.8. nach Wien zu meinem Praktikum für zwei Wochen fliege.

Dies ist ein weiterer interessanter Teil der Ausbildung, denn man ist unheimlich viel unterwegs auf irgendwelchen Seminaren oder Praktika und sieht dort sehr viel.
Das erste Seminar befindet sich direkt am Anfang der Ausbildung. Alle neuen Azubis fahren gemeinsam auf die Ronneburg, um einander und den neuen Betrieb kennenzulernen.
Das war eine super Erfahrung schon direkt am Anfang, da man so die Möglichkeit hat, die anderen richtig kennenzulernen und es sich nicht auf das bloße oberflächliche Kennenlernen im Betrieb beschränkt.

Danach waren wir im Frühjahr in Würzburg bei einem Seminar, das sich "Mitmachen, Mitreden, sich einmischen" nennt. Dort haben wir uns mit der Kommunikation untereinander und der Wirkung unsererselbst auf andere beschäftigt.

Am interessantesten war allerdings bisher die Fahrt nach Berlin, die zufälligerweise zeitgleich mit dem EM-Finale dieses Jahr stattfand. Zwar hatten wir ein ziemlich straffes Programm und haben uns vieles angeschaut, hatten aber dennoch die Möglichkeit, uns auch Berlin von der eher unhistorischen Seite anzusehen, d.h. wir waren auf der Fan-Meile Laughing
Darüberhinaus haben wir uns natürlich mit ernsteren Themen beschäftigt und hatten dazu zwei Zeitzeugen dabei, die von Initiator dieses Projekts kommen, dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold e.V.
Wir hatten sogar das Glück, dass uns der amtierende Umweltminister Sigmar Gabriel empfangen hat und uns sage und schreibe 1 Stunde lang Fragen beantwortet hat. Das war wirklich eine tolle Erfahrung.
Sobald ich die Bilder von diesem Seminar habe, werde ich einige einstellen und noch genaueres erzählen.

Bis bald

Kristina


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Ich heiße Kristina, bin fast 21 und seit August 2007 Azubine zur Luftverkehrskauffrau bei der Fraport AG.

In der nächsten Zeit könnt ihr, wenn ihr Lust habt, meine Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen, die ich durchlaufe, mitverfolgen, um euch einen genaueren Eindruck über meinen Ausbildungsberuf zu verschaffen.

Angefangen hat alles mit meiner Bewerbung im August 2006. Danach folgten Einstellungstests und das Vorstellungsgespräch. Wie man hier sieht, ist alles gut verlaufen und ich konnte nach meinem Abitur 2007 meine Ausbildung am Flughafen beginnen.

In den letzten 11 Monaten habe ich bereits einige Abteilungen durchlaufen und schon sehr viel vom Unternehmen und der Arbeit der verschiedenen Abteilungen mitbekommen.

Die für mich bisher interessantesten Abteilungen waren bisher BVD-RP1 (Check-in, meine große Liebe, wie ich immer wieder gerne betone), MVG (Marketing, Vertrieb und Gremien) und PSL-PB1 (Personalserviceleistungen). Das lag sicherlich auch an den netten Kollegen und der Möglichkeit, Aufgaben eigenständig zu erledigen.

Momentan bin ich bei BVD-RP3 eingesetzt. Wahrscheinlich sagt euch das nichts, deshalb hier eine kleine Erläuterung:
BVD steht für Bodenverkehrsdienste und die Abteilung RP3 beschäftigt sich im Groben mit der Erstellung von Load- und Trim-Sheets, Ladeplänen und Flugplänen und der Abfertigung des Flugzeugs auf dem Vorfeld von Ramp-Agenten.
Diesbezüglich haben wir im Frühjahr an einer 2-wöchigen Schulung teilgenommen, um die Grundlagen dieses Bereichs zu erfahren und zu verstehen.
Da ich erst seit 6 Tagen dort eingesetzt bin, kann ich noch keine all zu große Resonanz ziehen. Ich laufe immer bei einem der erfahrenen Ramp-Agenten mit, die mir meist mit viel Geduld und Mühe die Abläufe erklären. Demnach kann ich mich bisher nicht beschweren, bin voll zufrieden und habe Spaß bei der Arbeit.
Außerdem macht es unheimlich viel Spaß, mit dem Auto auf dem Vorfeld rumzufahren.

Morgen geht es dann für mich wieder "auf die Rampe", wie man hier sagt. Ich hoffe, dass mich nur angenehme Airlines erwarten, aber man weiß ja nie.

Ich hoffe, dass ihr diesen Blog bald wieder besucht und auch schön Kommentare schreibt.

Liebe Grüße

Kristina


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