Jonas - Rettungsassistent/Notfallsanitäter

Jonas - Rettungsassistent/Notfallsanitäter ist 21 Jahre alt und macht bei der Fraport AG eine Ausbildung zum Rettungsassistent / Notfallsanitäter. Jonas - Rettungsassistent/Notfallsanitäter ist einer der Autoren des Azubi-Blogs.

Mehr Informationen über Jonas - Rettungsassistent/Notfallsanitäter erhältst du hier.





Wusstet ihr eigentlich, wie man einen liegenden Patienten in ein Flugzeug bekommt? Der Rettungsdienst der Fraport AG verfügt über zwei spezielle Fahrzeuge, mit deren Hilfe man liegende Patienten in ein Flugzeug bringen kann. wink

Diese beiden Fahrzeuge werden auch Ambulanzlift genannt. Die Innenausstattung ist ähnlich wie die eines üblichen Rettungswagens. Die beiden Fahrzeuge werden ausschließlich auf dem Flughafengelände zum Transport eingesetzt.

Der Fahrzeugaufbau hat zwei Ein- und Ausgänge. Der hintere Ausgang hat einen Hecklift, den man bis zum Boden absenken kann. So können Patienten mit einer Fahrtrage hineingefahren werden.
Für die begleitende Crew des Patienten sind Sitzplätze und medizinische Geräte vorhanden. Ein sicherer Transport kann so immer gewährleistet werden.

Damit man dieses Fahrzeug auch fahren darf, braucht man natürlich einen LKW-Führerschein und eine umfassende Einweisung mit vielen Übungen. Unfälle müssen bei diesem Prozess möglichst vermieden werden, denn wenn es zu Schäden am Flugzeug kommen sollte, dann kann das sehr, sehr teuer werden!

 

Zu Beginn eines Hubvorgangs sind einige organisatorische Dinge vor Ort zu klären:

Man begibt sich ins Flugzeug zur Crew und bespricht mit den Verantwortlichen das weitere Vorgehen, wie z. B. an welche Flugzeugtür wir andocken können und wann wir das Flugzeug mit dem Patienten betreten dürfen.

Wenn das alles abgestimmt wurde, muss man wieder nach draußen und den Hubvorgang mit dem Ramp Agent (Lademeister) besprechen. Der Ramp Agent ist für die gesamte Flugzeugabfertigung am Boden verantwortlich. Er informiert über Besonderheiten beim Abfertigungsprozess und koordiniert weitere Dienste so, dass diese uns nicht behindern.

Der Fahrer kann dann mit dem Hubwagen am Flugzeug andocken. Mit Hilfe einer Kamera, die Senkrecht nach oben zeigt, kann er die Flugzeugtür passgenau anfahren. Wenn die Position stimmt, müssen 4 Stützen ausgefahren werden, die das Fahrzeug stabilisieren. Die Fahrzeugbesatzung beginnt dann mit dem Hubvorgang, der vom Patientenraum aus gesteuert wird. Ist man nun auf Türhöhe des Flugzeuges angekommen, muss ein Sicherheitsgeländer ausgeklappt werden und die Flugzeugtür kann geöffnet werden. Man verlässt dann den Hubwagen von der vorderen Tür über dem Fahrerhaus. Mit einer schmalen Schaufeltrage, wird der Patient dann zu seiner vorbereiteten Liege im Flugzeug getragen. Die Schaufeltrage kann man in zwei Teile auseinanderziehen, sodass sich der Patient beim Lagern auf der Liege nicht bewegen muss. Damit endet der Transport für uns und der Patient kann mit dem Flugzeug ausreisen. yes Der ganze Vorgang kann natürlich auch für die Einreise in Frankfurt erfolgen.

We wish always happy landings! grin

 

 

 

 

 

Bis Bald ! grin

Euer Jonas

 


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Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nach einiger Wartezeit schreibe ich nun weiter an meinen Blogs und versorge euch mit vielen Infos rund um die Ausbildung am Flughafen. smile

In den vergangen Wochen habe ich sehr viel am Flughafen erlebt und gelernt sowie verschiedene Abteilungen besucht.

Im Vordergrund stand hier die Einsatzabwicklung, technisches sowie organisatorisches und wie immer die Orientierung am Flughafen Frankfurt.

 

Praktikum in der Sicherheitsleitstelle

In Situationen, wie etwa bei Verkehrsunfällen, wird oft dringend Hilfe benötigt und man wählt die Notrufnummer „112“. Dann meldet sich immer jemand

mit den Worten „Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst“ und man schildert sein Hilfeersuchen.

Aber was steckt dahinter? Wo ist diese Leitstelle und wie funktionieren die weiteren Maßnahmen?

Das alles konnte ich an mehreren Tagen kennenlernen! smile

 

 

(1) Der Arbeitsplatz eines Leitstellendisponenten

 

Die Sicherheitsleitstelle am Flughafen Frankfurt ist eine von vielen in Deutschland. Jede Leitstelle hat einen bestimmten Bereich für den sie zuständig

ist. Wenn man nun in dem entsprechenden Bereich den Notruf wählt, dann wird man automatisch an die nächstgelegene zuständige Leitstelle

weitergeleitet. Die Sicherheitsleitstelle nimmt die Informationen entgegen, wertet sie aus und Koordiniert die angeschlossenen Dienste.

Dazu gehört z. B. die Feuerwehr für die Brandbekämpfung, Rettungsdienst zur Rettung von Menschenleben, Erhaltung und Rettung bedeutender

Sachwerte und Katastrophenschutz.

Speziell am Flughafen ist ein weiterer Dienst angeschlossen, der Werkschutz. Dieser ist zuständig für die Gewährleistung der Sicherheit auf dem

Flughafengelände. All diese Notfalldienste sind rund um die Uhr erreichbar und stehen untereinander mittles Telefon, Funk und mitunter auch

Datenleitungen in Verbindung.

 

Nach der Einführung ging es los. Ich saß am Tisch eines Leitstellendisponenten.

Dieser erklärte mir sehr viel über die Software, mit der Einsätze bearbeitet werden können.

Darüber hinaus stehen ihm einige Informationsquellen zur Verfügung wie z. B. Internet, sämtliche Überwachungskameras am Flughafen, TV um aktuelle

Nachrichten zu verfolgen, aktuelle Wetterinformationen, Statusinformationen von Flügen die unmittelbar in Verbindung mit dem Frankfurter Flughafen

stehen und vieles mehr. yes

 

enlightenedPlötzlich klingelte es in der Notrufleitungenlightened. Der Leitstellendisponent nahm den Anruf mit „Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst“, entgegen. Ein Mann

meldete sich und erzählte von einem Verkehrsunfall mit zwei verletzten Personen, die sich noch in den verunfallten Fahrzeugen befinden würden. Diese

Informationen gab der Disponent in das System ein und ihm wurden Fahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei speziell für diesen Einsatz

vorgeschlagen. Er bestätigte die Auswahl und alarmierte die freien Fahrzeuge über Funk und Telefon. Die Funkmeldeempfänger, die jede Einsatzkraft

bei sich trägt, wurden ausgelöst und man musste eine Einsatzdurchsage über diese Melder tätigen (s. Bild 3). Dann stellten die entsprechenden

Fahrzeuge ihre Einsatzbereitschaft her und rückten aus. Dem jeweiligen Fahrzeugführer stand ein Fax zur Verfügung, welches Informationen zu Ort und

aktueller Lage enthält. Per Statustaste am Funkgerät (s. Bild 2)  meldeten sich die Fahrzeuge für die Übernahme des Einsatzes an. Nun konnten wir

im System sehen, dass sich alle zugeteilten Fahrzeuge auf dem Weg zur Unfallstelle befanden.

Während des ganzen Einsatzes behielten wir in der Leitstelle den Gesamtüberblick. Durch regelmäßige Rückmeldungen wussten wir immer Aktuelles

zur Lage.

 

(2) Statustasten an einem Funkgerät                                                                    (3) Funkmeldeempfänger

 

Da ich normalerweise immer per Funk oder Telefon vom Einsatzfahrzeug aus mit der Leitstelle kommuniziere, war es diesmal sehr interessant zu

sehen, wie das auf der anderen Seite funktioniert, auf welche Informationen die Leitstelle angewiesen ist und was alles dahinter steckt.

Dieser Ausbildungsabschnitt hat mir super gut gefallen und ich weiß jetzt wieder ein bisschen mehr über den Frankfurter Flughafen.

Bis zum nächsten Mal grin.

 

Viele Grüße vom Airport

Euer Jonas


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Hallo liebe Leser,

wie angekündigt, berichte ich vom Einsatzdienst auf der Rettungswache. smile

Jeder Tag beginnt zunächst mit dem Fahrzeugcheck. Hier wird die Einsatzbereitschaft des Rettungswagens überprüft. Dazu zählt die Vollzähligkeit des Inventars, die Funktionsüberprüfung der Geräte wie z. B. das mobile EKG-Gerät, Spritzenpumpe, Absaugpumpe, Thermometer und einige weitere, die Kontrolle der Haltbarkeit von sterilen Materialien und Medikamenten, sowie die Hygiene und die Technik am Fahrzeug.
Das kann schon einmal 1-2 Stunden in Anspruch nehmen, wenn man zwischenzeitlich keinen Einsatzauftrag bekommt.

Jetzt zum Allerwichtigsten – Die Einsätze.

Ich fahre zurzeit als drittes Besatzungsmitglied auf dem Rettungswagen mit.
Hier lerne ich sehr, sehr viel. Man muss viele Dinge im Überblick behalten, deshalb ist die Einsatzorganisation sehr bedeutend.
Wenn man zu einem Notfall gerufen wird, dann wird ein Fax mit wichtigen Informationen zum Notfall und dem Anfahrtsweg von der Leitstelle an uns gesendet. Hier können wir schon vorab wichtige Dinge klären, wie man zu Beginn vorgeht, die Anfahrt und welche Hilfsmittel man zum Notfall mitnimmt.

Ist man nun angekommen muss zuerst die Situation beurteilt werden.
Hier darf ich dann tätig werden und mit Unterstützung des Lehrrettungsassistenten den Einsatzverlauf managen. Dazu befragt man den Patienten z. B. nach dem Verlauf des Notfalles, mögliche Ursachen, Vorerkrankungen etc. und man beginnt mit der Untersuchung. So grenzt man den Notfall Stück für Stück wie in einem Rätsel ein und man kommt zu einer vorläufigen Verdachtsdiagnose, die man evtl. genauer untersuchen muss. Dabei muss ich gewisse Tätigkeiten an meine Kollegen delegieren, denn Rettungsdienst ist Teamwork! grin

Dazu gehört z. B. das Messen des Blutdruckes, die Kontrolle des Blutzuckers und viele weitere Tätigkeiten, die dann individuell auf den Patienten abgestimmt werden müssen. Ich bekomme dann nach und nach Messwerte und Rückmeldungen auf diese ich dann reagieren muss, wenn dabei etwas nicht stimmt. Ist die Situation einmal sehr akut, muss man den Notarzt nachfordern, sofern dieser noch nicht dabei ist. Dabei kann es stressig werden und man muss lernen einen „Kühlen Kopf“ zu bewahren. Dann wird der Patient Transportfähig gemacht. Er wird in der Regel auf eine fahrbare Trage gelegt, angeschnallt, im Rettungswagen (RTW) weiterversorgt und ins Krankenhaus transportiert.

Während der Fahrt überwacht man den Patienten und erörtert evtl. weitere Informationen und dokumentiert diese. Das muss ich ebenfalls üben, denn man muss das wichtigste kurz und knapp auf ein Protokoll schreiben. Das ist in der Klinik nützlich, wenn ich die Übergabe an das Klinikpersonal machen muss. Möglichst viele Informationen und wenig Worte um den „Heißen Brei“ herum. smile
So können diese dann schnellstmöglich alles Weitere veranlassen.
So läuft, in der Regel, ein Rettungseinsatz ab.

Damit das Reibungslos verläuft muss ich das ganz oft üben und man lernt mit jedem Einsatz dazu, denn jeder Einsatz ist immer ein bisschen anders. Das macht diesen Beruf für mich sehr interessant! smile

 

Das sind noch einige unserer Fahrzeuge:


               

Der Rettungswagen

 

Der Notfallrucksack zur Atemwegssicherung, Beatmung und Sauerstoffgabe.

 

Der Kreislauf-Rucksack zur Wundversorgung, Diagnostik, Infusionstherapie und Medikamentengabe.

 

Der Gerätewagen-Rettung auch genannt „Disaster Truck“ mit Anhänger.
Dieser wird vorgehalten, falls ein Großschadensereignis mit einer Vielzahl von Verletzten eintritt.
Auf diesem Fahrzeug wird eine Vielzahl an Tragen und Notfallkoffern und weiterem, was in solchen Situationen notwendig sein könnte, vorgehalten.

 

 

Der Hubwagen, zur Rettung aus Flugzeugen. 

 

Der Gelände-Rettungswagen, welcher optimal auf Baustellen eingesetzt werden kann.

 

 

Das Notarzteinsatzfahrzeug. Es ist ähnlich ausgerüstet wie ein Rettungswagen, kann aber keinen Patienten transportieren.

 

    

 

So das war‘s für dieses Mal smile
Der nächste Bericht folgt.

Viele Grüße vom Airport
Jonas

 

 


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Hallo zusammen!


Das hier ist mein erster Blogeintrag und ich freue mich euch in Zukunft mit jeder Menge Infos über den Ausbildungsberuf zum Rettungsassistenten zu versorgen smile.


Begonnen hat meine Ausbildung bereits Ende August. Alle Azubis der Fraport AG durchliefen das fast zweiwöchige „START-Seminar“ welches den Einstieg als Auszubildender bei der Fraport AG erleichtert. Eine ganze Woche waren wir hierfür im Jugendzentrum auf der Ronneburg bei Langenselbold. Hier bekamen wir jede Menge Informationen darüber, was es heißt Auszubildender zu sein. Wir haben uns unter Anderem mit den Rechten eines Auszubildenden befasst aber auch, was ein Auszubildender zu leisten hat, damit die Ausbildung erfolgreich verläuft. In dieser Woche wurden noch viele weitere Themen rund um das Unternehmen und was es heißt am Flughafen zu arbeiten behandelt. Zum Ausgleich gab es täglich ein großes Sportangebot bei dem man seine Mitauszubildenden besser kennenlernen konnte.
 

Dann war es endlich soweit. Anfang September kam ich dann auf die Rettungswache in der ich das Team des Rettungsdienstes kennenlernen konnte. Die Rettungswache befindet sich direkt auf dem Vorfeld inmitten der „Taxiways“ für Flugzeuge. Es war am Anfang sehr überwältigend, denn es gab viel Neues was man unbedingt wissen muss und man hatte das Gefühl die Informationsflut würde nie enden.


In den nachfolgenden 4 Wochen lernte ich die verschiedenen Fahrzeuge und deren Ausstattung kennen, absolvierte den Flughafenführerschein und machte mich mit dem Flughafengelände vertraut, indem ich mit einem PKW das Gelände erkundete. Das alles ist sehr überwältigend, weil man sich nun überall am Flughafen bewegen kann, was vorher unmöglich  war. Ich bekomme schon sehr viel Verantwortung und das macht Spaß so viel Vertrauen entgegengebracht zu bekommen. Das hätte ich nie gedacht. Es fühlt sich an als wäre man in einer anderen Welt. Man sagt auch, auf dem Flughafen sei alles ein wenig anders als draußen.

Danach musste ein Teil meiner Ausbildungskollegen nach Frankfurt auf die Rettungsdienstschule der Berufsfeuerwehr. Hier begannen sie die 12-Wöchige Ausbildung zum Rettungssanitäter inklusive Klinikpraktikum und Rettungswachenpraktikum. Diese erste Ausbildung ist nötig, damit man als 2. Besatzungsmitglied zusammen mit einem Lehr-Rettungsassistenten auf einem Rettungswagen mitfahren kann. Nach ein paar Wochen Praxiserfahrung darf man dann die einwöchige Abschlussprüfung zum Rettungssanitäter machen. Diese Prüfungswoche besteht aus einer schriftlichen, mündlichen und einer praktischen Prüfung in der man mit seinem Teampartner in einigen Fallbeispielen geprüft wird. – Der erste Schritt in Richtung der Rettungsassistentenausbildung. smile

Dieser Teil fiel bei mir weg, da ich diese Ausbildung schon privat absolviert habe.


Ich verbleibe deshalb in der Rettungswache und werde als 3. Besatzungsmitglied eingesetzt.

Bei meinem nächsten Blogeintrag berichte ich euch von diesem Abschnitt und stelle euch den
Rettungswagen, das Notarzteinsatzfahrzeug und den speziellen Hubwagen, um Patienten aus dem Flugzeug zu bekommen, vor.

 

 

Viele Grüße vom Airport

euer Jonas


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